Annegret Raunigk kann die Kritik an ihrer späten Schwangerschaft nicht nachvollziehen

65-jährige Vierlingsmutter: Babys kämpfen ums Überleben

24.05.2015 > 00:00

© Pfeiffer / infoNetwork / RTL

Drama mit Ankündigung: Die Vierlinge der 65-jährigen Annegret Raunigk mussten am Dienstagmorgen per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht werden 14 Wochen vor dem eigentlichen Stichtag. Nun liegen die Kinder auf der Intensivstation, ihr Zustand ist kritisch.

Ob Neeta (655 Gramm schwer und 30 Zentimeter groß), Dries (960 Gramm, 35 Zentimeter), Bence (680 Gramm, 32 Zentimeter) und Fjonn (745 Gramm, 32,5 Zentimeter) das Krankenhaus lebendig verlassen werden, ist ungewiss.

Selbst wenn: Die Chancen, dass die Vierlinge schwere Folgeschäden davontragen werden, ist groß. Die meisten Frühgeborenen in diesem Stadium sterben in der ersten Lebenswoche, sagt Prof. Gerhard Jorch vom Universitätsklinikum in Madgeburg gegenüber der "Bild".

Lungenversagen, Kreislaufversagen, Hirnblutungen, Hirninfarkt, Nierenversagen, Infektionen und Darmprobleme sind für die Frühchen die größten Gefahren. Gut möglich, dass mehrere Kinder schwere Behinderungen aufweisen werden.

Annegret Raunigk hatte mit ihrer späten Schwangerschaft international für Aufsehen gesorgt, ist nun offiziell die älteste Vierlingsmutter der Welt. Die 17-fache Mutter hatte sich in der Ukraine künstlich befruchten lassen, nachdem sich in Deutschland kein Arzt zur Durchführung der Prozedur bereiterklärt hatte.

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