War die Show das Richtige für sie?

Adam sucht Eva: So hart ist das Schicksal von Kandidatin Sandra

26.09.2014 > 00:00

"Jetzt stehe ich als Schlampe da, die nur vögeln will und Kunsttitten hat. Über Facebook werde ich belästigt, weil ich gesagt habe, dass ich auf gut bestückte Männer stehe. Dabei wollte ich endlich einmal Glück in der Liebe haben", resümiert Sandra bitter.

Es war vielleicht von Anfang an nicht die beste Idee für die 39-jährige Nürnbergerin, sich dem Voyorismus der Nackt-Dating-Show "Adam und Eva" auszusetzen.

Ihre Lebensgeschichte zeichnet das Bild einer zerbrechlichen Frau, die schon zu viele Schicksalschläge und Pech hinnehmen musste.

Schon das Zeigen ihrer Brüste muss für sie ein schwerer Schritt gewesen sein. Nach den Geburten ihrer Kinder wollte sie mit Hilfe einer OP eigentlich nur ihre alten Brüste wiederhaben. Die Implantate verrutschten, es musste eine weitere OP vorgenommen werden, die es nur noch schlimmer machte. "Nach der zweiten OP merkte ich aber, dass die Brustwarzen nicht auf einer Linie sind. Dabei wollte ich doch ein schönes Dekolleté haben", sagt sie im Gespräch mit Bild. Die Klinik meldete Insolvenz an, der Schaden wurde nicht behoben.

Dennoch wollte sie sich dem Experiment der Nackt-Dating-Show stellen und ging in die Offensive, statt sich zu verstecken. Wie viel Kraft sie das kosten musste, zeigt sich ihre Familiengeschichte noch deutlicher.

"Ich hatte unverschuldet einen Verkehrsunfall, bei dem meine jüngste Tochter ums Leben kam, meine älteste lag im Koma. Der Unfall hat mich traumatisiert", berichtet sie. Der schlimmste vorstellbare Schicksalsschlag für eine Mutter.

Es folgte ein weiterer Unfall und Sandra verlor ihren Job. Nach einem Zusammenbruch landete sie in einer Klinik. "Meine älteste Tochter lebt seither im Heim, wir sehen uns alle zwei Wochen. Es war einfach alles zu viel", gesteht sie.

Vielleicht war es bei ihrer Lage, ihrem Schicksal nicht die beste Idee, sie derart offen einer Sendung wie "Adam und Eva" auszusetzen. "Ich wollte aus meinem traurigen Alltag ausbrechen und wieder mal etwas erleben." Doch statt einer Romanze und einem Ausflug gab es dann jede Menge bösartiger Facebook-Häme. Immerhin gibt sie die Hoffnung nicht auf: "Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass ich irgendwann mit einem Mann trotzdem wieder glücklich werde."

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