Aladdin - Das Musical

Aladdin - Das Musical: Hinter der Magie von Agrabar

17.07.2016 > 21:32

© Stage Entertainment

Wir bestellen unsere Tickets,  freuen uns auf den Abend. Einige Wochen später, sitzen wir dann erwartungsvoll in den Sitzen der neuen Flora in Hamburg oder einem anderen Theater für Musicals und dann geht das Licht aus.

Tanz, Musik, Lichter und Effekte - und besonders bei „Aladdin – Das Musical“ in Hamburg in der neuen Flora - ganz viel Glitzer! Die Show ist perfekt. Niemand versiebt einen Ton,  keiner steht falsch,  keine Ausfälle in der Technik. Alles was wir sehen, ist die Geschichte von „Aladdin“,  wie Disney sie schon 1992 als Zeichentrick auf die Leinwand brachte.

So soll es sein. „Das ist das Wichtigste“, erklärt Dschinni-Darsteller Enrico De Pieri im Gespräch mit InTouch Online.  „Keiner im Publikum soll sich über die Umsetzung Gedanken machen müssen. Wir bieten hier schließlich eine Illusion.“

Aber wie viel Arbeit hinter dieser Illusion steckt, erfuhren wir nun bei einer exklusiven Führung durch den Backstage des Musicals.

 

In den Gängen hinter der Bühne wirkte alles wie in einem großen Büro Gebäude. Die Magie, die den Zuschauer am Abend erwartet, lässt sich nur ganz entfernt erahnen, denn irgendwo hört man immer ganz leise irgendwo ein Klavier spielen oder es summt jemand im Vorbeigehen bekannte Melodien von den Märkten von Agrabah vor sich hin.

Es ist noch ruhig vor der Show. Wir sehen als erstes Perücken und Bärte und die Werkstatt in der diese instand gehalten und gesetzt werden. Die leblosen Holzköpfe auf denen die Perücken und Bärte ruhen, erwecken diese schon ein bisschen zum Leben lassen uns schon jetzt die bekannten Gesichter aus dem Disney-Zeichentrick erahnen.

Es geht weiter durch die „Büroräume“. Wir sehen die Kostümanprobe und die Hutmacher-Werkstatt. Trotz einiger glitzernder Hüte und Gewänder kommt hier viel mehr die Erkenntnis, dass hinter dem ganzen Glamour der Show einfach sehr viel ernsthafte Arbeit steckt. Jeden Tag sind hier rund 200 Menschen beschäftigt.

So gibt es auch jemanden, der für das unglaubliche Archiv an Swarovski-Steinen zuständig ist. Natürlich fallen die Steinchen bei der Performance auch mal ab. Damit sie direkt ersetzt werden können, sind tausende Glitzersteinchen sauber sortiert, damit jeder Charakter, jedes Kostüm bei jeder Show so perfekt ist, wie am ersten Tag.

So viel Arbeit! Und wir sind erst bei den Kostümen.

Dann macht sich doch etwas Live-Feeling bemerkbar. Wir sind auf der Bühne. Genauer gesagt, neben der Bühne. Denn auf der Bühne wird die gesamte Technik getestet. Überall verlaufen Schienen und bewegliche Elemente schwirren hin und her. Für jedes Musical in der Flora wird nahezu die gesamte Bühne neu gebaut. Nur einige ganz elementare Dinge sind dauerhaft installiert.

Dann treffen wir ihn, den Mann, der der Puls des gesamten Musicals ist. Enrico de Pieri hat den Dschinni in der deutschen Fassung erstmals zum Leben erweckt. Er ist als Dschinni der heiße Draht zum Publikum, der die vierte Wand durchbricht und mit einem Fingerschnippsen die Magie erweckt.

„Ich gebe mir Mühe so schnell wie möglich zwischen all den irren im Kopf des Dschinnis hin und her zu wechseln. Diesr Wahnsinn macht ihn aus“, erklärt uns der ruhige gebürtige Kieler und der Wahnsinn des Flaschengeists blitzt nur ganz leise in seinen Augen auf. Noch – denn bis es auf die Bühne geht, ist es jeden Tag ein weiter Weg.

„Das klingt so schön: Jeden Abend 2-3 Stunden Arbeiten und dann nach Hause“, lacht del Pieri. Aber so einfach ist das natürlich nicht. „Ich mache das ja bis zu achtmal in der Woche. Ich muss jeden Tag immer dafür sorgen, dass ich fit bin. Ich bin sozusagen den halben Tag lang Hausmeister meines eigenen Körpers.“

Sport, Stimmtraining, neue Proben und sogar Physiotherapie stehen auf dem Tagesplan. Eine Stunde vor der Show schottet er sich ab. Ruhe, bevor es auf die Bühne geht. Und die Glatze wird frisch rasiert vor der Show.

Doch trotz all der Routine und Professionalität gibt es eines, dass Enrico nie aus dem Blick verliert und mit tiefem Ernst erklärt: „Ich bin noch immer vor jeder Aufführung etwas aufgeregt. Wenn das Adrenalin nicht mehr da ist, dann wäre es Zeit für mich zu gehen.“

Aber so begeistert, energetisch und irrsinnig, wie wir den ruhigen Norddeutschen nur wenige Stunden später sahen, können wir uns wohl ziemlich sicher sein, dass er uns noch lange in den Zauber von 1000 und einer Nacht entführen wird.

Und all die Technik? Die Büros? Die Werkstätten? Auch wenn wir ein Stück weit in die Wunderlampe schauen konnten. Wenn der Dschinni „Arabische Nächte“ anstimmt, haben wir all das für die nächsten 150 Minuten vollkommen vergessen.

 

Fidget Spinner
UVP: EUR 9,95
Preis: EUR 6,95 Prime-Versand
Sie sparen: 3,00 EUR (30%)
Laterne mit Gravur
UVP: EUR 59,90
Preis: EUR 49,90
Sie sparen: 10,00 EUR (17%)
Schwimmbecken
UVP: EUR 79,99
Preis: EUR 65,29 Prime-Versand
Sie sparen: 14,70 EUR (18%)
Lieblinge der Redaktion