Dieses Lachen wird Anthony Carbajal in den nächsten Jahren leider verlieren...

Anthony Carbajal: Darum geht es in der ALS-Ice-Bucket-Challenge wirklich

21.08.2014 > 00:00

© youtube / Anthony Carbajal

Schon wieder eines von diesen Eiseimer-Videos. Auch wenn die Interpretationen von Charlie Sheen oder auch Mark Wahlberg sehr niedlich und unterhaltsam sein können, nervt es schon fast, dass sich scheinbar die halbe Welt Eiswasser über den Kopf kippt.

Auch das Video von Anthony Carbajal wirkt wie eins unter vielen. Der 26-Jährige trägt ein pinkfarbenes Bikini-Oberteil dabei. Danach folgt eine Szene, in der er sich wie bei einer sexy Autowäsche auf einer Motorhaube rekelt. Zugegeben, er ist ein witziger Typ und es ist nicht das schlechteste ALS-Ice-Bucket-Challenge-Video. Doch es folgt noch viel mehr.

"Warum habe ich das jetzt gemacht?", fragt er in die Kamera. "Weil ich mein Leben lang vor ALS Angst hatte, denn es kommt in meiner Familie vor." Er ringt um Fassung, seine Stimme stockt, Tränen fließen.

"Meine Großmutter, die wie eine zweite Mutter war, hatte es. Meine Mutter bekam die Diagnose, als ich in der High School war. Und vor fünf Jahren bekam ich die Diagnose im Alter von 26 Jahren."

Die Szene ist wie ein Schlag in den Bauch. "ALS ist so verflucht unheimlich, ich habt ja keine Ahnung", schluchzt Anthony Carbajal verzweifelt in die Kamera. Es folgen Szenen, in denen man sieht, wie er seine völlig bewegungsunfähige Mutter pflegt.

"Leute sind genervt von den ALS-Ice-Bucket-Videos und das ist auch okay, denn das heißt, dass es funktioniert."

Er beschreibt, wie seine Hände jetzt schon schwächer werden. Bald wird er sie nicht mehr nutzen können, nicht seine Arme, seine Beine und irgendwann wird er nicht mehr aus eigener Kraft atmen können.

"Das ist es, was ALS ausmacht. Es ist niederschlagend", sagt er und erinnert daran, dass es eben nicht nur darum geht, dass Prominente sich selbst inszenieren und als Wohltäter zeigen. Es werden durch diese albernen Videos Millionen an Dollars gesammelt um die Forschung zu dieser Krankheit voranzutreiben und Menschen wie Anthony Carbajal zu helfen.

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