Sie will sich die Web-Mobber nicht einfach so davonkommen lassen

Ashley Judd reicht Massenklage gegen Twitter-Trolle ein

20.03.2015 > 00:00

© getty

Dafür werden ihr wohl viele Frauen dankbar sein. Ashley Judd will ein Exempel statuieren. Nach einem krassen Shitstorm geht sie konsequent gegen aggressive Twitter-Trolle vor.

Wie Millionen anderer Sportfans war auch Schauspielerin Ashley Judd emotional beim Basketballspiel der Kentucky Wildcats. Sie motzte wie wahrscheinlich etliche andere Wildcats-Fans gegen das Team aus Arkansas über Twitter.

Als öffentliche Person war das Feedback natürlich etwas größer als bei manch anderem. In ihrem Fall war es ein "Tsunami" an Frauenfeindlichkeit, Beleidigungen und Vergewaltigungsdrohungen.

Erschüttert von diesem Ausmaß an verbaler Gewalt schrieb sie ein Essay, der den vielen Trollen an ihren Rechnern unter anderem auch zeigen soll, wovon sie dort eigentlich reden.

Wie schon in ihrer Biografie "All That is Bitter and Sweet" beschrieben, spricht sie erneut darüber, in ihrer Kindheit sexuell missbraucht worden zu sein. Das Trauma der Kindheit zog sich weiter durch ihr Leben, in dem sie mehrfach sexuelle Gewalt erleben musste. Laut eigener Aussage habe sie sich erst ab 2006 damit auseinandergesetzt und begonnen diese Traumata zu überwinden.

Kein Wunder, dass sie die frauenfeindlichen Angriffe bei Twitter nicht einfach so hinnehmen will. "Jeder muss persönlich Verantwortung dafür tragen, was er schreibt", sagt sie zu dem Thema in der "Today Show". Jeder einzelne der Pöbler wird angezeigt. Sie rechnet leider nicht wirklich damit, dass jeder auch richtig zur Verantwortung gezogen werden kann. Aber es ist mit Sicherheit ein gutes Zeichen um dagegen vorzugehen, dass die sozialen Netzwerke immer mehr zu gar nicht mehr sozialen Netzwerken werden.

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