Barbara Engel stand für Scientology vor der Kamera.

Barbara Engel für Scientology vor der Kamera

12.08.2013 > 00:00

© Luca Teuchmann / Getty Images

Barbara Engel ist mehr als ein wenig verrückt und wurde schon öfters in die Psychiatrie eingewiesen. Aber mit Scientology hatte das liebenswerte "Wild Girl" bisher nichts am Hut.

Nun ist sie bei einer Dokumentation dabei, die von der Sekte finanziert und gedreht wird. Der Film ist rund zwei Stunden lang und macht Propaganda für Scientology. Der Titel lautet: "Der Schein trügt - ein Blick in die Psychiatrie". Und schon wird klar, warum Barbara Engel sich dafür hergibt. Ein Ableger von Scientology möchte damit auf Missstände in Psychiatrien aufmerksam machen, und haben darum die Dokumentation in Angriff genommen.

Barbara Engel erzählt darin, was sie schon in der Psychiatrie erlebt hat, und das ist angeblich einiges: "Ich wurde öfter als zehnmal zwangseingewiesen, fixiert und bekam Psychopharmaka eingeflößt. Deshalb kämpfe ich gegen das psychiatrische System in Deutschland", erklärte Barbara Engel der Bild-Zeitung.

Die Dokumentation ist allerdings, so Scientology-Experten, nicht hauptsächlich dazu da, um den Umgang mit psychisch Kranken an den Pranger zu stellen. Vielmehr sind die zwei Stunden, die der Film dauert, gespickt mit Eigenlob der Sekte. Dadurch sollen weitere Mitglieder rekrutiert werden.

Zumindest bei Barbara Engel scheint der Vorwand gezogen zu haben. Doch ihr geht es nur um die Sache, mit der Glaubensgemeinschaft habe Barbara Engel nichts am Hut: "Ich distanziere mich komplett von Scientology."

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