R.I.P. B.B. King

B.B. King: Wurde der Blues-Gitarrist vergiftet?

26.05.2015 > 00:00

© getty

Wenn ein Mann im Alter von 89 Jahren stirbt, dann denken zunächst viele an einen natürlich Tod. Das liegt natürlich am nächsten. Besonders im Fall von Blues-Legende B.B. King, der am 15. Mai verstarb, schien es klar zu sein. So befand er sich vor seinem Tod bereits in einem Hospiz, wo er Aufgrund von Diabetes und Bluthochdruck behandelt wurde.

Offenbar wird ermittelt wegen eines Tötungsdelikts. Wie das Büro des Untersuchungsrichters mitteilt, werde die Leiche des Musikers obduziert. Karen Williams und Patty King, zwei Töchter des Verstorbenen haben den verdacht, ihr Vater sei vergiftet worden. "Ich glaube, mein Vater wurde ermordet", sagt Karen Williams in einem von ihrer Anwältin Larissa Drohobyczer veröffentlichtem Statement.

Die Hinterbliebenen haben B.B. Kings Manager LaVerne Toney und dessen Assistenten Myron Johnson im Verdacht. Warum sie im Verdacht der Töchter stehen ist jedoch nicht ganz klar. Den Aussagen Toneys zufolge scheint es allerdings ein andauernder Streit zwischen ihm und den Töchtern zu sein: "Sie haben schon die ganze Zeit immer wieder Anschuldigungen gemacht. Also was ist jetzt neu?"

Auch Gerichtsmediziner John Fundenberg erklärte, dass es bislang keine direkten Hinweise auf einen Mord gäbe.

Wird nun der Tod von B.B. King etwa für die Fortführung einer alten Fehde missbraucht? So wie es im Moment aussieht, lassen sie ihn noch nicht in Frieden ruhen. Sogar die Beerdigung des Blues-Königs musste wegen der ergebnislosen Autopsie verschoben werden.

Lieblinge der Redaktion