Ben Kingsley: "Mein Vater war kein Vorbild!"

Ben Kingsley: "Mein Vater war kein Vorbild!"

30.10.2012 > 00:00

Ben Kingsley konnte sich seine Vorbilder nicht zu Hause suchen - trotzdem hat genau dieser Umstand ihm zu einigen seiner Rollen verholfen. Der Schauspieler, der in diesem Jahr vom Magazin "GQ" bei der Verleihung der "GQ Awards" in der Kategorie "Legende" geehrt wurde, hat der Publikation verraten, dass er seine Vorbilder nicht zu Hause fand. "Mein Vater war kein Vorbild für mich. Er zeigte mir nie, was es bedeutet, ein Mann zu sein", erinnert sich Kingsley, der dies jedoch nicht als Hindernis betrachtet. "Aus diesem Vakuum heraus konnte ich in meinen Rollen eine Art archetypische Vaterfigur erschaffen, die ich im wahren Leben nie hatte." Seine Rollen sucht sich der inzwischen 68-Jährige dabei immer nach ganz bestimmten Kriterien aus, verrät Kingsley, der mit seinem Film "Coreolanus" die eigenwillige Interpretation eines römischen Feldherrn lieferte. "Wenn ich meine Rollen auswähle, dann suche ich nach großen, bedeutenden Männern. Viele der Männer, die ich spiele, sind deutlich intelligenter als ich. Andere sind weitaus geduldiger, andere viel brutaler. Aber genau das ist die Herausforderung", beteuert der Charakterdarsteller. © WENN

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