Benjamin von Stuckrad-Barre sucht die Wahrheit

Benjamin von Stuckrad-Barre sucht die Wahrheit

23.10.2012 > 00:00

Benjamin von Stuckrad-Barre bringt seine Talkshowgäste an ihre Grenzen - das sei jedoch nur zu einem guten Zweck, erklärt er. Der Moderator und Journalist, der seit kurzem mit seiner Polit-Talkshow "Stuckrad-Barre" auf dem Fernsehsender Tele 5 zu sehen ist, will in seiner Sendung seine Gesprächspartner an ihre Grenzen bringen, jedoch nur, um so der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur WENN erklärt Stuckrad-Barre seine Strategie: "An den Rändern liegt die Wahrheit. In der Überforderung passiert es eher, dass aus Versehen wahr gesprochen wird." Das sei in anderen Sendungen, wie zum Beispiel bei seiner Moderatorenkollegin Maybrit Illner nicht so, findet der 37-Jährige: "Da wissen alle: Das dauert jetzt eine Stunde, stupideste Rollenprosa, der eine sagt dies, der andere das, und hinterher sind alle sehr zufrieden. Ich finde es interessanter, wenn man sich selber an den Rand der Überforderung bringt. Ausgewogenheit ist immer uninteressant." Stuckrad-Barre, der seit wenigen Wochen Vater eines kleinen Sohnes ist, will in seiner Sendung jedoch nicht die Position eines entrüsteten Vaters einnehmen, der den Politikern auf den Zahn fühlt. "Wenn es unter Show-Aspekten geboten ist, dass ich kurz mal als empörter KiTa-Platz-Sucher argumentiere, dann mache ich das natürlich, aber nicht, um mich selbst da mitzuteilen. In meiner Sendung bin ich alles in einem: Ich bin Mutter, ich bin Vater, ich bin Großvater, ich bin Steuerzahler." © WENN

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