Gela Allmann grüßt aus dem Krankenhausbett

Bergsteigerin überlebt Sturz aus 800 Metern Höhe

10.08.2014 > 00:00

© Gela Allmann/Facebook

Dass Angelika "Gela" Allmann (30) noch lebt, grenzt an ein Wunder. Die deutsche Bergsteigerin verlor bei Fotoaufnahmen auf einem vereisten Hang in Island den Halt, rutschte kilometerweit in die Tiefe.

"Der ganze Hang war blankes Eis", berichtet Allmann gegenüber dem "Focus". "Auf diesem bin ich ein paar Kilometer in die Tiefe geschossen." Während des Sturzes zog Allmann sich unzählige Knochenbrüche zu: "Ich fühlte mich wie ein Crashtest-Dummy. Mein Kopf erkannte: Mädel, das sind zu viele Brüche. Mein Körper aber meinte: So soll mein Leben nicht enden."

Kurz vor einem Fjord endet der Sturz der Sportlerin: 800 Höhenmeter unterhalb der Absturzstelle bleibt Allmann liegen, wird schwer verletzt geboren. Vier Monate nach dem Unfall geht es Angelika Allmann zwar besser - genesen ist sie aber noch lange nicht. Der Münchnerin stehen weitere Operationen bevor, ohne Spezialschienen und Krücken kann sie nicht gehen.

Via Facebook sendete Allmann vor wenigen Tagen Grüße aus dem Krankenhausbett: "Wahnsinn - nachdem mir auf Island vor 4 Monaten erfolgreich die rechte Arterie durch die körpereigene Vene transplantiert wurde, konnte nun auch ein 10cm Interponat aus dem körpereigenen Soralis-Nerv in den gerissenen Peroneus-Nerv eingesetzt werden. Der Erfolg der OP zeigt sich dann in 1-2 Jahren. Respekt an die heutige Medizin und höchsten Dank an den Herrn Professor für den fetten Smile auf meinem Gesicht!"

"Ich will mein altes Leben zurück", erzählt die Verunglückte dem "Focus". Der erste große Schritt steht kurz bevor: Am 22. August will Gela Allmann heiraten.

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