So sieht die Truppe in Moskau aus

"Berlin - Tag und Nacht" in Russland: Homo-Verbot

18.03.2015 > 00:00

© Facebook / Moskau - Tag und Nacht

Was in anderen Ländern schon gut funktioniert, kann hier doch auch funktionieren. Und anders herum werden auch Showformate von hier aus in andere Länder exportiert.

Wenn eine Show dann auch noch so gut läuft wie "Berlin - Tag und Nacht", dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis es auch in anderen Ländern umgesetzt wird.

Vor drei Wochen startete in Russland dementsprechend "Moskau - Tag & Nacht". Grundsätzlich sieht es in der russischen TV-WG nicht viel anders aus, als beim Berliner Pendant.

"Es wird ähnliche Protagonisten geben, weil auch unsere Bücher adaptiert werden. Eben so, dass die Menschen in Russland sich damit identifizieren können und die Besonderheiten des dortigen Casts zum Tragen kommen", erklärt Felix Wesseler von der Produktionsfirma Filmpool gegenüber Bild.

Im speziellen Fall von Russland heißt das im Klartext: Homosexuell darf hier keiner sein! Während "Alina" im deutschen Original von Anfang an als bisexuell auftritt und auch mehrere gleichgeschlechtliche Beziehungen im Laufe der Serie hatte, ist sie in Moskau hetero.

Grund dafür ist das "Homosexuellen-Propagnda-Gesetz" von 2013. Dieses heftig umstrittene Gesetz verbietet unter anderem eine positive Darstellung von Homosexualität in den Medien.

Die Quoten konnten bislang noch nicht so richtig überzeugen. Vier Wochen schon versucht sich das Format in Russland zu beweisen. Ein Problem dabei ist sicher auch, das Verhältnis von jungen Russen zu Social-Media. Statt Twitter, Instagram und Facebook ist dort das russische Portal Vkontakte angesagt. In Deutschland punktet "Berlin - Tag und Nacht" vor allem durch die Bezugnahme auf die Geschehnisse via Facebook. Bei den 500 Likes, die die Show derzeit bei Facebook hat, zeigt sich, wie wenig das Geschehen hier verfolgen.

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