Er wird sie vermissen, seine "Vollblut-Kanadierin", wie er den Flieger nannte

Bernd Löwisch: Fröhlicher Flugbegleiter verlässt Air Berlin im Streit

06.08.2014 > 00:00

© Facebook / Flugbegleiter mi Stil

Wer in seinem Leben mehr als zweimal geflogen ist, wird wohl schon auf Durchzug stellen, wenn die Stewarts und Stewardessen den immer gleichen Text der Sicherheitseinweisung herunterbeten.

Bei Flugbegleiter Bernd Löwisch hat es sich dann doch noch gelohnt, die Lauscher aufzusperren. Der gut gelaunte Franke unterhielt die Fluggäste mit launigen Ansagen, die immer wieder für Lacher sorgten.

Eine Million Klicks bekam ein Youtube Video einer seiner Ansagen und eine Fanpage auf Facebook folgte. Für die Airline Air Berlin die beste Gratis-Werbung, die sich eine Firma wünschen kann.

Doch die Firma bemängelte, dass die Einweisungen nicht ernsthaft genug seien, da die Sicherheit der Gäste immerhin ein erstes Thema sei. Angeblich habe man ihn sogar abgemahnt.

"Wir sind nicht humorlos. Aber bei den Sicherheitsinstruktionen geht es um ein bestimmtes Reglement, um Mindeststandards. Da hat es an Ernsthaftigkeit gemangelt", sagte eine Sprecherin der Airline.

Bernd , der immer wieder betonte, mit Herzblut als Stewart zu arbeiten, möchte unter diesen Umständen nicht mehr für Air Berlin arbeiten und schreibt auf Facebook:

"Ich möchte mich bei Euch entschuldigen, dass ich an Bord von Air Berlin künftig nicht mehr für gute Stimmung sorgen werde. Air Berlin hat bei mir ja auch nicht für gute Stimmung gesorgt und auf einseitige "Freundschaften" stehen die wenigsten."

Wir sind gespannt, welche Airline jetzt zuschlägt. Vielleicht verstehen ja andere, dass die Sicherheitseinweisungen auf Bernd Löwischs Art besser im Gedächtnis bleiben, als die Standartansagen, egal, wie ernst sie vorgetragen sind.

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