Waren sie etwa so "Drunk in Love", dass sie nicht merkten, dass der Sample geklaut war?

Beyonce und Jay Z: Verklagt von ungarischer Sängerin Monika Miczura wegen "Drunk in Love"

16.12.2014 > 00:00

© GettyImages

Der Sample am Anfang von Beyoncés und Jay-Zs Hit "Drunk in Love" ist ein absolutes Erkennungsmerkmal des Songs und hat großen Wiedererkennungswert.

Dementsprechend leicht fiel es auch Monika Miczura, ihren Song wiederzuerkennen. Die ungarische Sängerin nahm 1995 unter dem Namen Mitsou den Song "Bajba, Bajba Pelem" auf, den Produzent Timbaland angeblich 18 Jahre später in den Beat von "Drunk in Love" einbaute. In den Credits steht er trotzdem nicht drin.

Der Song, der in der englischen Version "Gypsy Life on the Road" heißt, ist allerdings schwer auffindbar und zumindest Online nicht zu finden.

Obendrein sei Monika auch überhaupt nicht mit dem sexuell aufgeladenen Text des Stückes einverstanden. Ihr Song habe von Hoffnungslosigkeit erzählt und werde nun für "fremde Erotik" missbraucht.

29% des Hit-Songs "Drunk in Love" mache der Gesangssample laut Klage aus. Dementsprechend sind also auch die Forderungen von Monika Miczura. Bei alleine über 5 Millionen verkauften Alben, auf denen der Song war, dürfte sich Beyoncé und ihr Plattenlabel Sony auf eine gehörige Nachzahlung gefasst machen, wenn der Ursprung des Samples nachgewiesen kann.

Ganz so hart wird es Beyoncé wohl aber nicht treffen. Immerhin kürte sie Forbes mit 155 Millionen Dollar im letzten Jahr zur bestverdienenden Musikerin.

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