Boris Becker spricht über die Gründe seines Buches...

Boris Becker: Das ist der Grund für sein Skandalbuch

07.10.2013 > 00:00

© gettyimages

Boris Becker muss gerade heftige Kritik einstecken. Selber Schuld, schließlich teilt er in seiner Biographie "Das Leben ist kein Spiel" großzügig gegen sämtliche Ex-Beziehungen aus oft auf ziemlich gemeine Art. Bleibt also die Frage, was Bobbele, abgesehen vom enormen finanziellen Verdienst, mit diesem Skandalbuch eigentlich bezweckt...?

Das erklärt der Tennis-Star jetzt in einem Interview mit "Die Welt", wo er sagt, er wolle mit seinem Buch in erster Linie "Aufklärungsarbeit" leisten. Schließlich genieße er im Ausland eine ganz andere Wertschätzung als hierzulande. "Womöglich hat die deutsche Öffentlichkeit diesen Prozess in den letzten zwölf Jahren nicht so ganz mitbekommen. Deswegen auch mein neues Buch. Die Schublade des 17-jährigen Leimeners ist mittlerweile 29 Jahre zu.", erklärt Boris Becker weiter.

"Es liegt aber auch auf der Hand. Ich lebe seit 20 Jahren im Ausland und bin häufig in den Medien zu meinen aktuellen Themen präsent. Kleines Beispiel: Ich habe seit elf Jahren für die BBC das Wimbledonfinale kommentiert. Da schauen weltweit circa 250 Millionen Menschen zu. In Deutschland hat das kaum einer mitbekommen. Grundsätzlich bin ich aber Patriot und vertrete mein Vaterland international auf meine Art und Weise."

Bei allem Respekt für seine Leistungen als Spitzensportler, sollte Boris Becker seine Strategie allerdings nochmal überdenken. Denn wer ein Buch schreibt, in dem er allem voran über seine Verflossenen ablästert, der kann nicht erwarten, dass er damit viel Wertschätzung erntet!

TAGS:
Lieblinge der Redaktion