Boris Becker mag sich in der Enthüller-Rolle

Boris Becker: Ist der Alkohol schuld an seinem Übergewicht?

12.10.2013 > 00:00

© Getty Images

Dass Boris Becker (45) schon seit längerer Zeit nicht mehr in Bestform ist, ist offensichtlich: Aufgedunsen, fahrig und müde wirkt der ehemalige Tennisprofi auf seiner Promo-Tour für sein neues Buch.

Am Donnerstag stellte Becker seine zweite Autobiographie mit dem Titel "Das Leben ist kein Spiel" auf der Frankfurter Buchmesse vor. Die Veröffentlichung des Buches sei für ihn eine Herzensangelegenheit gewesen, verriet der einstige Tennis-Star den anwesenden Journalisten: "Nachdem ich jetzt schon seit über zwölf, 13 Jahre miterleben musste, wie - ich drücke es mal so aus - Hinz und Kunz sich das Recht genommen haben über mich und meine Familie zu urteilen, teilweise zu verurteilen, und ich lange die Lippen geschlossen hielt, war es mir geradezu ein Bedürfnis endlich mal meine Seite, meine Wahrheit, meine Sicht der Dinge auszudrücken."

Becker ging auch auf die Gerüchte und bissigen Kommentar bezüglich seines Übergewichts ein: "Ich habe eine neue Hüfte, ich habe ein neues Sprunggelenk, mein Ellenbogen und Schulter sind auch nicht mehr so ganz jungfräulich. Also, ich habe einen hohen Preis gezahlt. Dass man da zwangsläufig ein paar Kilo auf die Rippen bekommt, liegt in der Sache. Sich darüber lustig zu machen, verstehe ich nicht. Ich bin wahrscheinlich mehr in meinem Leben gelaufen, als alle Menschen hier zusammen."

Doch was sind die tatsächlichen Gründe für Beckers körperliche Verfassung?

Auch wenn Boris vermutlich Recht hat: Die Gerüchte um seine zusätzlichen Pfunde drehen sich weniger um einen Mangel an Bewegung, als viel mehr um ein schwerwiegendes Alkoholproblem des früheren Wimbledon-Siegers. Boris soll oft und gerne zur Flasche greifen. Und die Gerüchte kommen nicht von ungefähr: Bereits in seiner ersten Biographie "Augenblick, verweile doch..." schilderte Becker, er habe vor dem Wimbledon-Finale 1990 einen Cocktail aus Whisky, Beer und verschreibungspflichtigen Medikamenten zu sich genommen, wollte so dem Druck standhalten. Vergeblich: Boris verlor und versank weiter im Alkohol- und Tablettenkonsum. Schon morgens begann der Tennisprofi zu trinken. Erst die Geburt seines Sohnes Noah im Jahre 1994 habe ihn zur Besinnung kommen lassen.

TAGS:
Lieblinge der Redaktion