Brad Pitt kritisiert US-Drogenpolitik

Brad Pitt kritisiert US-Drogenpolitik

15.10.2012 > 00:00

Brad Pitt ist nicht der Meinung, dass der amerikanische Anti-Drogenkampf effektiv ist - er nennt das Ganze eine Farce. Der Hollywoodstar, der am Wochenende zu einer Vorführung des Dokumentarfilms "The House I Live In" erschien, nahm die Veranstaltung zum Anlass, öffentlich den vergeblichen Kampf der amerikanischen Polizei gegen den organisierten Drogenhandel zu kritisieren. Pitt, der laut eigener Aussage früher selbst Marihuana konsumierte, wird von der Tageszeitung "The Huffington Post" zitiert: "Meine eigene Drogenzeit ist zwar schon lange vorüber, aber ich wette, dass ich in egal welcher Stadt jede beliebige Droge besorgen könnte, die sie wünschen. Geben sie mir nur 24 Stunden Zeit, und ich beschaffe ihnen alles." Dabei regt sich Pitt vor allem darüber auf, dass Gelder in Milliardenhöhe in dem Kampf gegen die Drogen investiert werden, bislang jedoch kein befriedigender Fortschritt erzielt wurde. "Wir unterstützen immer noch diese Scharade, die sich Kampf den Drogen nennt. Wir haben Milliarden Dollar dafür ausgegeben. Doch das geht nun schon über 40 Jahre so und eine Menge Menschen haben dabei ihr Leben gelassen. Und trotzdem wird über sogenannte Erfolge berichtet", echauffiert sich der Star. Eine mögliche Lösung, dem Ganzen ein Ende zu bereiten, sieht Pitt in der Legalisierung der Drogen, um so den Kartellen den Anreiz zu nehmen: "Die einzige Möglichkeit, den Drogenkrieg zu beenden, ist, ihm den Profit zu nehmen. Wir sollten eine andere Perspektive einnehmen, was wäre, wenn das alles legal wäre und die Menschen ihre eigenen Entscheidungen treffen könnten?" Pitt, der sich gemeinsam mit seiner Partnerin Angelina Jolie in zahlreichen sozialen Projekten engagiert, hat den Dokumentarfilm "The House I Live In", der den amerikanischen Anti-Drogenkampf beleuchtet, produziert. © WENN

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