Seine Mutter hatte Angst davor ihn in Armenien großziehen zu müssen

Bring Leo Home-Aktion: Jetzt meldet sich Ruzan Badalyan die Mutter des Jungen mit Down-Syndrom

11.02.2015 > 00:00

© GoFundMe/ Bring Leo Home

Die Geschichte des kleinen Leo brach einem das Herz. Samuel Forrest und seine Frau Ruzan Badalyan bekamen in ihrer Heimat Armenien ihr erstes Kind. Doch der kleine Leo kam mit dem Down-Syndrom zur Welt.

Samuel berichtete, dass seine Frau das Kind nicht wollte und ihn vor die Wahl stellte: Kind oder Ehe. Er entschied sich für das Kind. In der Crowndfunding-Aktion "Bring Leo Home" sammelte er schon über 500.000 Dollar für die Heimreise nach Neuseeland und das erste Jahr mit Leo. Ein großer Teil sollte auch gespendet werden.

Nun meldet sich aber doch noch die Mutter von Leo zu Wort und relativiert die Aussagen ihres Ex-Mannes.

"Der 21. Januar war der glücklichste Tag für mich, da ich endlich meinen lange erwarteten Sohn zur Welt brachte. Unser Sohn wurde um 6.30 Uhr morgens geboren und ich erinnere mich an die alarmierten Gesichter um mich herum und die besorgten Blicke der Ärzte", beginnt sie ihre Version der Geschichte.

Sie leugnet nicht, sich nach eindringlicher Nachfrage der Ärzte die Entscheidung fällte, das Kind nicht anzunehmen, was in Armenien bei behinderten Kindern möglich ist.

"Ich habe die ausweichenden Blicke der Ärzte gesehen, die verheulten Gesichter meiner Angehörigen, habe Kondolenz-Anrufe bekommen und begriffen, dass nur der Umzug in ein Land mit Standards wie Neuseeland meinem Sohn ein annehmbares Leben ermöglichen würde", versucht sie sich weiter zu erklären.

Kurz darauf sagte ihr wohl Samuel, dass er das Kind mit nach Neuseeland nehme. Ihren Schilderungen zufolge war sie davon völlig überrumpelt. Sie sagt, Sam habe sie nie unterstützt, sei nie arbeiten gegangen und habe ihr nicht einmal die Option gelassen, mit ihm das Land zu verlassen.

Abgesehen von dem angeblichen Ultimatum leugnet sie keinen seiner Vorwürfe. Vielleicht führte dieses offene Statement dazu, dass der Vater nun sagt: "Ich werfe Ruzan nichts vor. Ich wollte diese Verantwortung ganz allein auf mich nehmen." Das klingt schon ganz anders, als noch vor wenigen Tagen. Er spricht Mirror.co.uk gegenüber sogar davon, dass sie vielleicht doch noch eine Familie werden könnten.

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