Bushido hat gerade keine Kraft für eine Tour

Bushido: "Ein schwuler Sohn - es wäre Absturz"

11.09.2013 > 00:00

© Andreas Rentz / Getty Images

"Auch wir sind Deutschland. (Ohne uns geht nicht. Ohne euch auch nicht.)" - so der etwas lange Buchtitel des Erstlingswerkes von Bushido alias Anis Mohamed Youssef Ferchichi (34).

Es soll auf die Bestsellerlisten, nachdem sein aktuelles Album schon auf dem Index landete - und der Inhalt seines Buches ist nicht weniger kontrovers. Bushido versucht, ehrlich zu sein, in Auszügen zu sehr, denn so manche Meinung zu verschiedenen Themen, sollte der Rapper wohl besser für sich behalten.

Obwohl - bei Bushido gehört soetwas ja quasi zur Imagepflege. Der Bad Boy in allen Lebenslagen. So sieht er sich zumindest selbst gerne und das muss im neuen Buch natürlich demonstriert werden.

Doch wie Bushido schreibt, färbt so ein Image sehr schnell auf das direkte Umfeld ab. Das musste auch seine Frau und Schwester von Sarah Connor, Anna-Maria Lagerbloom, am eigenen Leib erfahren.

"Der Polizist am anderen Ende der Leitung überbrachte ihr die Warnung, dass sie bloß aufpassen solle, mit wem sie sich da einlasse, denn wenn sie erst mal drinstecken würde in dieser Mafiageschichte, dann käme sie da nicht mehr raus", heißt es im Buch von Bushido.

Der Musiker macht sich aber auch Sorgen um die Zukunft. Das sind Sorgen, bei denen die meisten von uns wohl den Kopf schütteln. Denn er spielt mit seiner Frau das Szenario, was wäre, wenn unser Sohn schwul wäre, durch. Und selbst, wenn es um das eigene Fleisch und Blut geht, kommt bei Bushido seine Abneigung gegen Homosexuelle zum Tragen.

"Das wäre uns beiden höchst unangenehm und auch meine Frau hat Angst davor. Wir würden uns definitiv nicht darüber freuen, aber natürlich, sagt sie, natürlich wäre er dann immer noch ihr Sohn, und natürlich, sage ich, wäre er dann auch immer noch mein Sohn, den ich lieben würde aber es wäre Absturz", zitiert ihn die "Bild" aus seinem Buch.

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