Christian Ulmen: Über sich selbst überrascht

Christian Ulmen: Über sich selbst überrascht

22.10.2012 > 00:00

Christian Ulmen wundert sich manchmal über sich selbst - vor allem wenn er in die Rolle des "Alexander von Eich" schlüpft. Der Schauspieler ist dafür bekannt, dass er gerne mit seinen fiktiven Figuren, in die er für seine Sendungen schlüpft, provoziert. In der Verkleidung könne man die Menschen dazu bringen, die Wahrheit zu offenbaren, erklärt Ulmen im Gespräch mit der Nachrichtenagentur WENN. Etwa dann, wenn er als "Knut Hansen" einen bayerischen Bürgermeister dazu bringt, zu erklären, dass er in seinem Dorf keine Ausländer wünscht. "Mir macht es Spaß, eine Figur zu spielen, die grenzwertig ist und da am Rand zu balancieren", gibt Ulmen zu, "aber manchmal bin ich auch überrascht. 'Alexander von Eich' argumentiert beispielsweise schlüssig rechtsradikal. Da bin ich selbst von mir erschreckt, wenn ich mir das hinterher ansehe. Ich frage mich, wo aus meinem Gehirn solch gespentische Assoziationsketten kommen, die logisch aufeinander aufbauen." Ulmen, der ungern über sein Privatleben spricht, um seine Familie vor lästigen Paparazzi zu schützen, ärgert sich manchmal jedoch darüber, dass er dadurch eitel erscheint. "Das klingt dann so, als würde ich davon ausgehen, dass alle Welt das wissen will", gibt der 37-Jährige zu, "dabei gibt es ja Leute, die das gar nicht interessiert, was ich privat mache. Und es gibt sogar Dinge, die ich manchmal gerne erzählen würde, aber das geht nunmal nicht, weil ich sonst juristisch in Kauf nehmen muss, dass meine Familie heimlich von Fotografen heimgesucht wird." © WENN

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