Jack Strify war Sänger bei Cinema Bizarre

Cinema Bizarre-Sänger Jack Strify: Dramatische Drogenbeichte

02.06.2015 > 00:00

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Vor zehn Jahren waren sie DIE Stars am deutschen Pop-Himmel: Mit ihrem Glam-Pop startete die Band Cinema Bizarre eine steile Karriere. Nach der Auflösung im Jahr 2010 wurde es jedoch ruhig um die fünf Jungs. Doch nun meldet sich Sänger Jack Strify (24) zurück. Der Ex-Teenie-Star will mit einem neuen Album durchstarten - und verrät, wie hart die Jahre bei Cinema Bizarre wirklich waren...

"Wir wurden nach unserer ersten Single 'Lovesongs (They Kill Me)' in kurzer Zeit zu Teenie-Stars. Wo immer wir hinkamen, kreischten die Mädchen. Alkohol, Drogen und Sex waren plötzlich frei verfügbar. Einige Jungs aus der Band konnten damit nicht umgehen und nutzten das voll aus", verriet Jack Strify gegenüber "bild.de".

Auch der Sänger selbst drohte an dem Erfolgsdruck zu zerbrechen. "Wir mussten immer perfekt und unbedingt erfolgreich sein. Mir schlug das alles auf meine Gesundheit. Ich bekam Bulimie, weil ich Angst hatte, zuzunehmen. Oft hatte ich Fressattacken. Ich habe mich mit allem, was ich finde konnte vollgefressen, um mich danach wieder zu übergeben. Erst nach dem Ende der Band habe ich mich davon lösen können", schilderte er.

Erschwerend kam noch hinzu, dass sich die homosexuellen Bandmitgleider nicht outen durften. "Unsere Plattenfirma hatte immer Sorge, die weiblichen Fans würden uns nicht mögen, wenn wir offen mit unserer Sexualität umgehen. Es hieß, wir würden dann unsere Fans verlieren. Diese Vorgabe fand ich unmenschlich und ich habe darunter sehr gelitten", so Jack Strify.

Nach der Auflösung der Band fiel er zunächst in ein tiefes Loch. "Ich fühlte mich eine Zeitlang depressiv. Ich konnte mich zu nichts aufraffen und lag oft tagelang nur im Bett", gesteht der Sänger.

Ein Comeback schließt Jack inzwischen allerdings aus. Stattdessen hat er will er jetzt mit seiner Platte "Illusion" solo an den Start gehen. Bei seinem ersten Musikvideo "Lovers when it's cold" hat Bonnie Strange Regie geführt. Dann kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen...

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