Er setzt sich ein für Homosexuelle in Irland

Colin Farrell kämpft für seinen Bruder und die Homo-Ehe in Irland

18.11.2014 > 00:00

© Jason Merritt / Getty Images

Die Lage für Homosexuelle ist in einem stark katholisch geprägten Umfeld immer noch etwas schwieriger. Das soll sich im überwiegend katholischen Irland Anfang nächsten Jahres ändern. In einer Abstimmung soll das Volk entscheiden, ob sich homosexuelle Pärchen endlich auch auf der grünen Insel das Ja-Wort geben können.

In einem öffentlichen Brief in der irischen Sunday World lässt sich Colin Farrell darüber aus. Er spricht nahezu aus eigener Erfahrung, denn er erlebte hautnah mit, mit welchen Problemen sein älterer Bruder Eamon sich herumschlagen musste.

"Ja, er war es, der sich entschieden hat, Eyeliner in der Schule zu tragen - sicher nicht die pragmatischste Reaktion auf die Lästereien der anderen. Aber er war immer stolz darauf, wer er ist", scherzt Farrell anfangs noch. Bei der mangelnden Gleichberechtigung von Homo-Paaren versteht er aber keinen Spaß mehr. "Es ist irrsinnig, das mein Bruder sein Land verlassen musste, um heiraten zu können", platzt es aus ihm heraus. Eamon flog mit seinem jetzigen Ehemann nach Kanada, um dort zu heiraten. In Irland wäre das nicht möglich gewesen.

Die Chancen stehen derzeit aber gut, dass sich daran etwas ändert. Laut aktueller Umfragen werden 67 Prozent der Iren für die gleichgeschlechtliche Ehe stimmen. Damit wäre Irland schon in wenigen Monaten fortschrittlicher als Deutschland. Hierzulande gibt es immernoch nur die eheähnliche "eingetragene Partnerschaft".

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