Conchita Wurst tritt beim European Song Contest in Kopenhagen an.

Conchita Wurst: Homophobe fordern ESC-Verbot

07.05.2014 > 00:00

© Facebook / Conchita Wurst

Am Samstag wird beim ESC vor allem ein Land im Mittelpunkt stehen: Österreich. Unsere Nachbarn haben nämlich mit Conchita Wurst einen nicht alltäglichen Kandidaten ins Rennen geschickt.

Der Travestie-Künstler soll mit seinem Song "Rise Like A Phoenix" möglichst viele Punkte holen. Doch schon jetzt sorgt die schräge Lady für viel Aufsehen.

Eine Petition aus Russland fordert ein Auftrittsverbot für Conchita Wurst. "Dank der europäischen Liberalen hat sich der populärste internationale Wettbewerb, der von unseren Kindern gesehen wird, zu einer Brutstätte der Sodomie entwickelt", zitierte die Tiroler Tageszeitung die Verantwortlichen der Unterschriftenaktion.

Gegenüber der Zeitung The Guardian äußerte sich auch der Politiker Witali Milonow gegen die Frau mit dem Bart: "Der Liveauftritt des offensichtlichen Transvestiten und Hermaphroditen Conchita Wurst auf derselben Bühne mit den russischen Künstlern ist eine unverhohlene Propaganda von Homosexualität und spirituellem Verderben."

Aber sogar die Österreicher selbst stehen nicht zu 100 Prozent hinter ihrer Kandidatin. Ein nationaler Comedian hat sie ebenfalls schon beleidigt: "Die schicken ein künstlich hochgezüchtetes Monster hin. Entschuldigung, aber künstlerisch ist bei dieser Dame oder bei diesem Herrn oder bei diesem Es oder was immer das ist, überhaupt nichts vorhanden. Gar nichts", echauffierte sich Alf Poier.

Conchita Wurst ist die ganze schwulenfeindliche Debatte offenbar Wurst. Sie hat sich noch nicht dazu geäußert. Und das ist gut so, denn eigentlich sollte es beim European Song Contest doch ums Singen gehen. Das kann der Travestie-Künstler auf jeden Fall, er wird laut Prognose einer der vorderen Plätze belegen.

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