Conchita Wurst würde gerne den neuen Bond-Song singen

Conchita Wurst kritisiert Angela Merkel

22.06.2014 > 00:00

© Getty Images

Angela Merkel (59) hält nicht viel vom Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Eheleute. Im September letzten Jahres hatte die Kanzlerin mit der Begründung für ihr Nein zum Adoptionsrecht für homosexuelle Paare für Empörung unter Schwulen und Lesben gesorgt. In der ARD-Wahlarena hatte Merkel gesagt: "Ich sage ihnen ganz ehrlich, dass ich mich schwertue mit der kompletten Gleichstellung (...) Ich bin unsicher, was das Kindeswohl anbelangt."

Für ESC-Siegerin Conchita Wurst (25) ist die ablehnende Haltung der Kanzlerin nicht nachvollziehbar. Am Rande der "Stonewall-Gala" am Vorabend des Christopher Street Days in Berlin sagte die österreichische Dragqueen: "Natürlich darf man das sagen, aber meines Erachtens ist es Schwachsinn. Nur weil man jetzt zwei Väter oder zwei Mütter hat, wird man weder ein besserer noch ein schlechterer Mensch."

Gegenüber "ZDF heute" sagte Wurst zur aktuellen Debatte um das Adoptionsrecht: "Ich brauche keine Diskussion, ich brauche eine Entscheidung. Und diese Entscheidung ist nicht schwer. Weil wir reden hier über so unwichtige Dinge wie Sexualität. Für mich wäre eine perfekte Zukunft eine, wo wir über diese Belanglosigkeiten nicht mehr reden müssen. Und dass sich überhaupt die Frage stellt, ob ein gleichgeschlechtliches Paar ein Kind adoptieren darf oder nicht, das ist mir nicht einmal eine Antwort wert."

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