David Lynch traurig über Home Cinema

David Lynch traurig über Home Cinema

25.10.2011 > 00:00

David Lynch fühlt sich "gigantisch traurig", dass viele Filmfans heutzutage lieber einen Film zuhause schauen statt ins Kino zu gehen. Der "Mullholland Drive"-Regisseur hat seit "Inland Empire" im Jahr 2006 keinen Mainstream-Film mehr veröffentlicht und sorgt sich darum, welche Auswirkungen das Streaming übers Internet auf seine neuen Projekte haben könnte. David Lynch in der US-Zeitschrift "Seven": "Ich befürchte, dass Filme mehr und mehr auf dem Computer gesehen werden. Und das macht mich riesig, gigantisch traurig. Es ist als ob es ein Kabel gab, das den Strom geliefert hat, und das ist plötzlich durchschnitten worden." Lynch räumt zugleich ein, dass er auch nur mäßig zu einem Comeback inspiriert wird: "Ich habe keine Idee, die meine Seele antreibt und sie umsetzen lässt. Sagen wir die Filmindustrie wäre ein Sportwagen. Und sie ist mit fast 200 Sachen die Straße entlang gerauscht. Aber vor fünf oder sieben Jahren ist sie durch ein Schlagloch gefahren und aus irgendeinem Grund ist sie im Kiesbett geblieben. Sie dreht sich, wirbelt Staub auf, rotiert, aber sie ist noch nicht zum Stillstand gekommen." © WENN

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