R.I.P. Dean Potter

Dean Potter: Extremsportler stirbt bei Wingsuit-Stunt

18.05.2015 > 00:00

© Instagram / Dean Potter

Der Rausch von Höhe, Geschwindigkeit und der Gefahr holte ihn ein. Dean Potter machte sich als waghalsiger Extremsportler einen Namen und verstarb am 16. Mai bei einem Flug mit einem Wingsuit.

Gemeinsam mit seinem Begleiter Graham Hunt machte sich der 43-jährige Amerikaner auf um im Yosemite Nationalpark von einem Berg zu springen. Ausgerüstet mit einem Wingsuit wollte er am Berg entlang durch eine Felslücke fliegen und dann den fast freien Fall mit einem Fallschirm abbremsen.

Solche Flüge waren für den geübten Basejumper nichts Neues und nichts Besonderes. Dennoch wurde es für ihn der letzte Stunt seines Lebens. Sowohl er, als auch sein Begleiter prallten gegen einen Felsen.

Bei diesen sogenannten Proximity Flights an einem Berghang werden horizontale durchschnittliche Geschwindigkeiten von ca. 130 km/h erreicht. Möglich sind jedoch auch Geschwindigkeiten von über 200km/h.

Potter und Hunt hatten wohl kaum eine Chance die Kollision mit dem Felsen zu überleben.

Als man nichts mehr von dem waghalsigen Duo hörte, wurde ein Suchtrupp losgeschickt. Erst einen Tag später entdeckte ein Helikopter-Team die Leichen der beiden Männer.

Dean Potter machte sich vor allem einen Namen als Erfinder des Free Base. Dabei kletterte er alleine und ohne Sicherung einen Felsen hoch, von dem er dann mit einem Fallschirm runter sprang.

"In den letzten Jahren hat es in der Wingsuit-Welt immer wieder tödliche Unfälle gegeben. Ich mache mir nicht vor, dass ich besser bin als meine Brüder und Schwestern, die gestürzt sind. Aber ich erhöhe meine Erfolgschancen und unternehme alles in meiner Macht stehende, um vorsichtig zu fliegen. Deshalb werde ich hoffentlich noch erleben, wie diese unglaubliche neue Outdoor-Kunst ihre Kinderschuhe hinter sich lässt", schrieb er selbst noch zwei Wochen vor seinem Tod.

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