Da sieht auch ein Spaßvogel wie Henning Krautmacher mal rot

Die Höhner verbieten der NPD ihre Musik zu benutzen

08.09.2014 > 00:00

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Zukünftig könnte es immer unmusikalischer bei den NPD-Wahlveranstaltungen werden. "Wir sind Helden" konnten bereits erfolgreich durchsetzen, dass ihre Songs nicht mehr auf den Veranstaltungen der rechtsextremen Partei gespielt werden dürfen.

Die Karneval-Rocker der Kölner Band Höhner sehen das genau so. Ihre Gute-Laune-Songs haben nichts bei der NPD zu suchen.

"Es ist einfach abartig, dass unsere Lieder von Rechten zum Stimmenfang benutzt werden. Von einer Partei, deren Vorsitzender rechtskräftig verurteilt worden ist, wegen eines Sprengstoffattentats auf eine türkische Einrichtung", flucht Sänger Henning Krautmacher.

Mit "Wenn nicht jetzt, wann dann" wollte die NPD in Thüringen Stimmung für die Wahlen machen.

"'Wenn nicht jetzt, wann dann' wird von der NPD für diametral entgegengesetzte Ziele benutzt", erklärt der Anwalt der Band Winfried Seibert im Gespräch mit dem Spiegel. Der Fall ist einfach: Ohne Zustimmung dürfen Lieder nicht für Werbezwecke genutzt werden. Dementsprechend liegt dem Erfurter Landgericht auch schon der Antrag auf Unterlassung vor, der vermutlich auch durchkommt.

Doch die gegen Neonazis engagierten Höhner wollen noch einen Schritt weiter gehen und Schmerzensgeld einklagen, wie Bild berichtet.

Vielleicht haben "Wir sind Helden" mit ihrer Unterlassung ja einen Stein ins Rollen gebracht. Immerhin bedient sich die Partei außerdem noch bei Musik von den Ärzten, Andreas Bourani und anderen Musikern, die ganz sicher nichts mit der Weltanschauung der Partei zu tun haben wollen.

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