Das Trümmerfeld am Unglücksort.

Die Schicksale an Bord von Flug MH-17

18.07.2014 > 00:00

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Es ist eine furchtbare Tragödie!

Gestern stürzte eine Boing der Malaysian Airlines ab. Das Flugzeug wurde über der Ukraine wahrscheinlich von pro-russischen Rebellen abgeschossen. Alle 298 Passagiere und Crewmitglieder starben.

Jetzt kommen die Schicksale der Menschen an Bord von Flug MH-17 ans Licht.

Die Australierin Kaylene Mann verlor bereits ihren Bruder Rodney Burrows und seine Frau Mary. Die beiden waren an Bord des im März verschwundenen malaysischen Flugzeugs MH-370. Auf Flug MH-17 kamen nun auch ihre Stieftochter Maree Rizk und ihr Mann Albert ums Leben.

Nick Norris aus Perth urlaubte mit seiner Familie in Europa. Weil die Enkelkinder wieder zur Schule mussten, reiste er vorab zurück nach Hause, während sein Sohn und seine Schwiegertochter noch in den Ferien blieben.

Auch Flugbegleiter Sanjid Singh kam gestern ums Leben. Er tauschte seine Schicht, hätte also gar nicht an Bord der Unglücksmaschine sein sollen. Das Unheimliche: Seine Frau ist ebenfalls Stewardess bei der Airline. Sie sollte vor 131 Tagen in der verschollenen Maschine MH-370 sein, tauschte aber ihren Dienst und überlebte.

Der niederländische Radprofi Maarten de Jonge entging der Katastrophe: "Im letzten Moment habe ich beschlossen, einen Flug am Sonntag zu nehmen, weil er 300 Euro billiger war. Es gab nur noch einen freien Platz, den ich sofort reserviert habe", berichtete er in verschiedenen niederländischen Medien. "Es hat mir also das Leben gerettet, dass ich Geld sparen wollte." Für ihn ist es bereits das zweite Mal in diesem Jahr, dass er dem Tod durch eine Flugkatastrophe entgeht - beinahe wäre er im März unter den Passagieren des verschwundenen Flugs MH-370 gewesen.

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