Doutzen Kroes

Doutzen Kroes: "Die Mutterrolle hat mich verändert."

10.10.2012 > 00:00

© Getty Images

Topmodel und "Victoria's Secret"-Engel Doutzen Kroes (27) hat für das schweizer Label Repeat Cashmere eine eigene Kaschmir-Kollektion entworfen, die sie unter anderem in Hamburg vorstellte. Wir trafen die Niederländerin zum Interview und sprachen mit ihr über Luxus, Mutterschaft und ihre Zukunftspläne.

Kaschmir ist für viele Menschen purer Luxus. Was ist für Dich Luxus?

Doutzen Kroes: Auch Kaschmir. (lacht) Ja, für mich ist Kaschmir etwas, das ich am liebsten die ganze Zeit tragen würde, denn es ist so bequem. Was empfinde ich noch als Luxus? Hmm... Komfort. Das macht auch Sinn, denn Kaschmir bedeutet Komfort. Ja, für mich ist Komfort ein Luxus.

Dann bleiben wir gleich beim Thema: Was ist für Dich wichtiger das Aussehen oder der Komfort von Kleidung?

Doutzen Kroes: Ganz eindeutig der Komfort.

(Doutzens Stylist lacht kurz im Hintegrund.) Sie wendet sich ihm zu: Okay, Du kennst mich. (lacht)

Ich bin nicht der Typ Mensch, der sagt: "Wer schön sein will, muss leiden". Ab und an mache ich es.

Ihr Stylist: Bei ein paar Schuhen.

Doutzen Kroes: Aber was meinen ganz persönlichen Stil angeht, würde ich nie etwas anziehen, das unbequem ist. So etwas findet sich zwar in meinem Kleiderschrank, aber ich habe daraus gelernt.

Wie würdest Du Deinen Stil beschreiben?

Doutzen Kroes: Ich würde ihn als Casusal-Chic bezeichnen. Ich liebe Jeans oder Lederhosen zu einer ganz simplen weißen Bluse mit Blazer und dazu Boots. Also so wie ich gerade aussehe. (lacht) (Doutzen trägt eine schwarze Lederhose und einen langen, dunkelblauen Kaschmirpulli.)

Du bist Mutter eines fast zweijährigen Sohnes, Ehefrau und Model. Dein Beruf bringt es mit sich, dass Du viel reist. Wie bringst Du das alles unter einen Hut?

Doutzen Kroes: Ich bin sehr leidenschaftlich bei dem, was ich mache. Natürlich ist es manchmal auch schwer, denn ich vermisse meinen Mann und meinen Sohn. Diese Momente sind schwierig, aber wenn wir uns wiedersehen, dann sind wir einfach glücklich und schätzen die gemeinsame Zeit. Es hat also alles seine Vor- und Nachteile. Und ich muss zugeben, dass ich nach diesem Lifestyle auch ein wenig süchtig bin.

Gibt es ein zeitliches Maximum, das Du niemals überschreitest? Also sagen wir, dass Du beispielsweise nie länger als zwei Wochen von Deiner Familie getrennt bist?

Doutzen Kroes: Ja, ich bin niemals zwei Wochen lang von ihnen getrennt. Niemals! Von meinem Sohn bin ich maximal zwei bis drei Nächte getrennt. Bei meinem Mann ist das schwieriger. Er reist viel. Ich reise viel. Aber wir richten es so ein, dass wir uns trotzdem oft sehen, denn wir sind recht flexibel. Und es hat auch seinen Reiz, wenn man sich einige Tage nicht gesehen hat und sich dann wiedersieht.

Viele Frauen sagen, dass sich ihre Sicht auf das Leben geändert hat, nachdem sie Mutter geworden sind. Ging es Dir ähnlich?

Doutzen Kroes: Ja, absolut. Nachdem ich meinen Sohn zur Welt gebracht hatte, zählte für mich nichts außer ihm. Ich wollte eigentlich nichts machen und einfach nur meine ganze Zeit mit ihm verbringen. Aber dann habe ich erkannt, wie wichtig es ist, zu arbeiten. Denn im Grunde mache ich das alles für meine Familie. Und ich bin nun fokussierter, als ich jemals war. Also hat mich die Mutterrolle schon sehr verändert.

Du warst auf Covern von Magazinen wie der "Vogue" oder der "Elle", bist ein "Victoria's Secret"-Engel, das Werbegesicht von L'Oréal. Hast Du noch Ziele, auf die Du hinarbeitest?

Doutzen Kroes: Oh ja, ich habe erst gestern die niederländischen Oscars moderiert. Das war sehr beängstigend und das erste Mal, das ich so etwas gemacht habe. Ich versuche mich mit neuen Dingen herauszufordern, um ein besserer Mensch zu werden, im Sinne von ein kompetenter Mensch zu werden. Ich habe kein konkretes Ziel, sondern versuche mich einfach gern in neuen Dingen.

Du hattest auch eine Kolumne in der niederländischen "Marie Claire". Könntest Du Dir auch eine Laufbahn im Journlismus vorstellen?

Doutzen Kroes: Ich fand es wirklich schwer, Fragen zu stellen. Einfach aus dem Grunde, weil ich es nicht gewöhnt bin. Mir werden sonst die Fragen gestellt und ich musste plötzlich die Rollen wechseln. Dabei ist mir aufgefallen, dass man wirklich zuhören muss, dabei aber schon an die nächste Frage denken muss, die man gleich stellen will. Es ist etwas ganz anderes und ich finde es viel leichter, auf Fragen zu antworten. Denn die Antworten sind in deinem Kopf und sie sind real und sie kommen einfach so raus. Ich finde es schwieriger, sich etwas Originelles einfallen zu lassen. Ich finde deinen Job schwieriger.

Vielen Dank für die Würdigung.

Doutzen Kroes: Gern geschehen.

Welche Projekte stehen in der Zukunft an? Du hast 2011 in Deinem ersten Film mitgespielt. Wird die Schauspielerei das Modeln ablösen?

Doutzen Kroes: Mir haben die Dreharbeiten zu meinem ersten Film wirklich großen Spaß gemacht. Ich nehme auch Schauspielunterricht, also wenn mir ein nettes Projekt angeboten wird, dann gerne. Aber im Moment bin ich mit dem Modeln und dem dazugehörigen Reisen einfach zu eingespannt. Es wäre also allein von der Zeit schwierig. In diesem Fall müsste ich vermutlich Abstriche bei meiner Freizeit machen.

Welche Filme beziehungsweise Rollen würden Dich denn reizen?

Doutzen Kroes: Ich würde mich gern im Dramabereich ausprobieren. Aber ich würde auch liebend gern einen coolen Achtion-Film machen, so in der Art von "Lara Croft".

So wie die Filme von Milla Jovovich?

Doutzen Kroes: Ja, genau so etwas. Das fände ich toll. (lacht)

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