Alyssa Funke wurde gemobbt, nachdem sie einen Porno gedreht hatte.

Drama um Studentin: Suizid nach Mobbing wegen Porno

23.05.2014 > 00:00

© Facebook / Alyssa Funke

In den USA sorgt derzeit ein Suizid für Diskussionen. Eine 19 Jahre alte Studentin beging Selbstmord, weil sie online schlimm gemobbt und angefeindet wurde.

Ursache dafür war die Tatsache, dass Alyssa Funke in einem Amateur-Porno aufgetaucht war. Im März ging der Clip online, in dem sie intime Fragen beantwortete und anschließend Sex mit einem Mann hatte.

Nur kurze Zeit später fanden ihre ehemaligen Klassenkameraden aus Minnesota das Video. Sie begannen, sie auf Facebook und Twitter mit Hass-Kommentaren zu überhäufen. Wie Alyssa Funke mit diesem Mobbing umging, ist derzeit Gegenstand von polizeilichen Ermittlungen.

Auf Facebook und Twitter gab sie sich stark und machte sich über die negativen Kommentare lustig. "Pornostar Status" und "BERÜHMT für Taaaaage", schrieb sie in ihren Status. "Die Leute, die dich am meisten hassen und beneiden, stalken dich auf sozialen Medien am meisten, also: Hey hi hallo, wie geht's euch, das hier ist für euch."

Ob sie wirklich so tough war? Sicher ist, dass Alyssa Funke sich einen Monat nach der Veröffentlichung ihres Porno-Videos das Leben nahm. Am 16. April erschoss sie sich an einem See in Minnesota.

Die Polizei ermittelt nun und versucht, die Gründe herauszufinden. Sie gehen davon aus, dass Alyssa ihr Leben schon lange nicht mehr lebenswert fand, Instabilität und eine zerrüttete Kindheit sie überhaupt dazu trieben, den Porno zu drehen. Die Kommentare hätten keinen Einfluss auf die Entscheidung gehabt.

Ihre Familie glaubt indes das Gegenteil. Sie ist überzeugt, dass das Cyber-Mobbing der Hauptgrund für die Verzweiflungstat war, wie US-Medien berichten. Ihre Eltern erklärten, Alyssa Funke sei depressiv gewesen, die Hater hätten sie viel mehr mitgenommen, als sie zugegeben habe.

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