DSDS-Severino Seeger brachte seinen Opfern einen Präsentkorb

02.06.2015 > 00:00

Er sitzt auf dem heißen Stuhl. Severino Seeger bestreitet vor Gericht nicht, an der miesen Abzocke der Frauen beteiligt gewesen zu sein. Mit verschiedenen Decknamen wie "Herr Knoblauch" oder "Herr Sommer" ging er zu den Betrugsopfern und holte die EC-Karten, samt Pin ab. Sogar einen Präsentkorb gab es von Severino. Wegen der Unannehmlichkeiten.

Nervös berichtet Severino, wie er immer wieder Anrufe seiner Komplizen erhielt. Er sei immer nur auf Ansage hingegangen und habe die Karten abgeholt. Die Namen der Opfer kennt er bis heute nicht alle. Die Nachnamen, der involvierten Täter sind jedoch recht überschaubar. Immer wieder fällt im Gerichtssaal der Nachnahme "Seeger".

In dem ganzen Geflecht der Mittäter stellt Severino sich selbst ein wenig als Bauernopfer und Laufbursche der anderen dar. Sagt, er sei einfach zu dumm gewesen, "nein" zu sagen. Wie schon vor der Verhandlung zeigt er Reue, ist immerhin aber auch so ehrlich zuzugeben, dass er während der Betrügereien schamlos gewesen sei.

Am 19. Dezember 2013 stand dann das SEK vor seiner Tür. "Für mich war klar: Jetzt hast du die Quittung", sagt Severino.

Aus Angst vor dem Gefängnis hat er andere verraten, hat seine eigene Haut retten wollen. Offenbar hat er sich gegen seine Komplizen gestellt: "Ich kann mir meine Familie nicht aussuchen. Für mich ist das nicht mein Cousin."

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