Edler Genuss mit Zigarren

Edler Genuss mit Zigarren

10.06.2010 > 00:00

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Das Rauchen zählt zu den Lastern, die man nur sehr schwer ablegen kann. Trotz der gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen ist der Tabakgenuss in Form von Zigaretten, Zigarren und Cigarillos nach wie vor beliebt. Das Rauchen ist jedoch nicht ausschließlich mit einer schlechten Angewohnheit gleichzusetzen, sondern ist zumeist Ausdruck eines bestimmten Lebensstils. Während beim Rauchen einer Zigarette der reine Nikotinrausch im Vordergrund steht, geht es beim Paffen einer ausgezeichneten Zigarre um den zelebrierten Hedonismus schlechthin.

Dem Tabak verfallen sind viele, auch die Prominenz kann nicht die Finger von den Kippen lassen. Der Genuss von Zigarren oder Cigarillos ist allerdings nicht zu vergleichen mit dem Wegrauchen einer Zigarette zur Suchtbefriedigung. Eine auserlesene Zigarre ist ein Luxusgut, das man sich in Ruhe gönnt. Eine Zigarre für zwischendurch gibt es nicht. Eher sind Zigarren ein klassisches Symbol für Behaglichkeit, Muße und Genuss. Für die meisten Aficionados ist der Genuss einer Zigarre ein angenehmer Ausgleich zum Alltag.

Klassifikation von Zigarren

Die Grande Dame der Rauchkultur wird nach Anbaugebiet, Format und Filler kategorisiert. Kuba, die Dominikanische Republik und Nicaragua zählen unter anderem zu den traditionsreichsten Produzenten von Premiumzigarren. Darunter bilden die kubanischen Zigarrenmarken eine Spitzenklasse für sich: Habanos wie Cohiba, Montecristo, Pandaras oder H. Upmann werden als die besten Zigarren weltweit gehandelt. Dank der sehr mineralreichen Böden und idealen klimatischen Bedingungen für den Anbau von Tabakpflanzen erhält man aus dem Land Kuba ausnahmslos hochwertige Produkte im Handel.

Premiumzigarren können anhand der Qualität und Verarbeitung von Einlage/Füllung, Umblatt und Deckblatt von ihren billigen Pendants abgegrenzt werden. Geschmack und Aroma einer Zigarrensorte werden vor allem durch deren Einlage und Deckblatt (dem äußeren Tabak einer Zigarre) bestimmt. Die Einlage kann aus bis zu 20 verschiedenen Tabaksorten bestehen, wobei die genaue Rezeptur der Mischung das Geheimnis des Zigarrenherstellers bleibt. Je nach Herkunft des Deckblattes werden Brasil oder Sumatra Zigarren voneinander unterschieden. Erstere werden als vollaromatisch, würzig und mild und letztere eher als feinaromatisch, blumig und sanft eingestuft. Die fünf Stärkegrade von Zigarren - sanft, sanft-medium, medium, medium-stark und stark - richten sich hierbei nach dem Nikotingehalt. Kubanische Zigarren gibt es zumeist als mittelstarke bis starke Varianten. Besser für den Einstieg geeignet sind daher die leichten und milden Zigarren aus der Dominikanischen Republik.

Filler nach Format

Eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale bei Zigarren ist die Einlage. Die Zigarren werden in Shortfiller und Longfiller unterteilt. Shortfiller sind in der Regel maschinengefertigt. Das Innere einer Shortfiller besteht aus kleingeschnittenen bzw. -gehackten Einlageblättern. Die Füllung von Longfillern setzt sich dagegen aus ganzen Tabakblättern zusammen. Da Longfiller Zigarren von Hand gerollt werden, gehören sie zu den wertvolleren Exemplaren. Short- wie auch Longfiller sind in verschiedenen gängigen Formaten zu haben. Das Zigarrenformat macht sich an der Dicke bzw. dem Durchmesser (Ringmaß), der Länge und der spezifischen Form einer Zigarre fest. Diese Faktoren zusammengenommen beeinflussen die Rauchdauer einer Zigarre, welche von 15 Minuten bis zu mehreren Stunden betragen kann. Zu den beliebtesten Formaten zählen mitunter die Robusto, Corona und Petit Corona.

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