"Die Sternseherin" ist der zweite Teil der "Licht und Schatten" - Serie von Jeanine Krock

Ein modernes Märchen gespickt mit viel Erotik und Magie

10.02.2010 > 00:00

© egmont-lyx.de

"Die Sternseherin" ist der zweite Teil der "Licht und Schatten" - Serie von Jeanine Krock, aber auch ohne die Vorkenntnisse des ersten Bandes liest man sich schnell hinein, da alle wichtigen Personen noch einmal beschrieben werden.

Darum geht's: Feentochter Estelle, die immer stärker von Visionen geplagt wird, verlässt ihre bisherige Heimat Paris. Zumal sie den Begleiter ihrer Schwester Nuriya, Kieran, eh nicht sonderlich mag.

In der Ferne schließt sie schnell Freundschaft mit Manon, ihrer Zimmergenossin.

Ihre Fähigkeit, die Gedanken ihrer Mitmenschen zu lesen, bringt sie aber auch hier in Erklärungsnot.

Dann trifft sie Julen. Ihn kann sie mit ihren Gedanken nicht erfühlen, doch spürt sie eine starke Verbindung zu ihm. Hat er ein Geheimnis?

Aber auch Vampir Asher fesselt ihre Aufmerksamkeit und doch wehrt sie sich gegen ihre Gefühle, da er alles vereint, was sie eigentlich abschreckt.

Doch Asher verstrickt die Fee immer mehr in die Suche nach einem geheimnisvollen Buch und wirbelt nebenbei ihre Gefühlswelt völlig durcheinander und bald stellt sich Estelle die Frage: Asher oder Julen?

Kritik: Jeanine Krock hat mit Asher und Julen zwei Figuren geschaffen, die unterschiedlicher nicht sein können. Julen, ein Draufgänger und nach den Beschreibungen der Autorin eher modern eingestellt und Asher, den bibliophilen Modemuffel.

Beide Männer hegen Gefühle für Estelle und auch sie gerät in ein Gefühlschaos.

Estelle wird als klug, schön und sehr gefühlsbetont beschrieben. Die Verwirrung der Gefühle und die Leidenschaft beschreibt Krock anschaulich, passend und nachvollziehbar.

Dadurch kommt die Erotik in "Die Sternseherin" nicht zu kurz und bildet eine stimmige Abwechslung beim Lesen.

Die Handlung wird aber auch durch Charaktere bereichert, die nur kurz mit einfließen. Dunkelelfen, Dämonen, Vampire, Elfen und Menschen alle finden ihren Platz und sind glaubhaft und facettenreich beschrieben.

Der Schreibstil ist flüssig und die Autorin versteht es ausgezeichnet Worte in Bilder zu verwandeln. Kein Wunder also, dass man ihre Bücher nur schlecht aus der Hand legen kann.

So bin ich natürlich sehr auf die Fortsetzung gespannt.

An dieser Stelle möchte ich auch das Cover loben, dass wunderbar in die "Licht und Schatten" Serie passt, denn auch wie "Der Venuspakt" erscheint er in neuer Auflage beim Lyx Verlag.

Fazit: Ein modernes Märchen gespickt mit viel Erotik und Magie.

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