An der katholischen Schule ist das Thema ihres Filmes offenbar nicht erwünscht

Ellen Page: Drehverbot für Lesbendrama "Freeheld"

24.10.2014 > 00:00

© Getty Images

Es klingt fast wie ein schlechter Scherz, doch genau das Problem, das der Film "Freeheld" thematisiert, erschwert Julianne Moore und Co-Star Ellen Page die Arbeit an selbigen.

In dem Film Freeheld geht es um die homosexuelle Polizistin Laurel Hester, die die Diagnose "Lungenkrebs" bekommt.

Ihr bleibt nicht mehr viel Zeit, doch in den letzten Wochen ihres Lebens muss sie sich einem Kampf gegen die Behörden stellen. Denn ihre Freundin Stacie Andree (Ellen Page) soll dieselben Ansprüche haben wie ein Ehepartner nach Verwitwung.

Da homosexuelle Ehen nicht überall legal sind, wird das eine harte Herausforderung.

Es ist eine Schande, dass Moore, Page und Co. bei den Dreharbeiten mit ganz ähnlichen Schwierigkeiten kämpfen müssen.

Eine Rathaus-Szene sollte im Gebäude der katholischen Jungen-Schule "Salesian High School" gedreht werden. Zunächst sagte die Schule zu um nur wenig später - bislang unbegründet - abzusagen.

Auf Nachfrage nach den Gründen erhielten die Produzenten keine Antwort. "Dass unser Film Aaufgrund seiner Handlung - ein gleichgeschlechtliches Paar, das für seine Rechte kämpft - keinen Zutritt kriegt, zeigt nur, wie wichtig es ist, dass diese Geschichte erzählt wird", empört sich Co-Produzentin Kelly Bush in The Hollywood Reporter.

Produzent Michael Shamberg sagt dazu: "Ich respektiere ihr Recht 'nein' zu sagen, aber es ist traurig."

Auf Presseanfragen, warum die Schule den Zugang verwehrte, gibt sich die Schule weltoffen: "Jeder ist an der Salesian High School willkommen. Unsere Schule nimmt sich gesellschaftlicher Probleme wie Hunger, Obdachlosigkeit und Armut an."

Das Thema "Diskriminierung von gleichgeschlechtlicher Liebe" wird schlichtweg ignoriert.

Das dürfte vor allem Mit-Produzentin und Hauptdarstellerin Ellen Page ärgern. Sie selbst outete sich im Febraur dieses Jahres als lesbisch.

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