Eltern wollten kein behindertes Baby

Eltern wollten kein behindertes Baby

02.08.2014 > 00:00

Die Geschichte der Thailänderin Pattharamon Janbua ist wirklich tragisch: Sie lebt mit ihrem zwei Kindern (5 und 6 Jahre alt) in einem Vorort von Bangkok. Die ständige Ungewissheit, wie die 21-jährige ihre kleine Familie ernähren soll, treibt sie letztendlich zu einer Entscheidung, die ihr ganzes Leben verändern soll.

Nicht nur bei Eltern dürfte diese Geschichte tiefe Emotionen wecken: Die junge Thailänderin Pattharamon Janbua entschloss sich aus reiner Geldnot heraus, über eine Agentur Leihmutter zu werden und künftig fremde Babys auszutragen. Janbua: "Ich dachte, dass wir von dem Geld unsere Schulden bezahlen und meine Kinder in die Schule gehen können."

Es dauerte auch nicht lange, bis sich ein australisches Paar bei der Mutter meldete und der jungen Thailänderin umgerechnet 37.000 Euro zahlen will, damit Janbua ihr Baby zur Welt bringt. Aus der Verzweiflung heraus nimmt sie das Angebot an. "Das ist viel Geld für mich!", sagte Janbua zum amerikanischen TV-Sender ABC.

Dann kam der Schock! Als Pattharamon Janbua bereits im vierten Monat der Schwangerschaft ist, wird sie von einem Arzt untersucht. Er entdeckt das Unglaubliche: Janbua trägt Zwillinge unter ihrem Herzen, ein Mädchen und einen Jungen. Doch leider ist der kleine Junge nicht so entwickelt wie es in diesem Stadium normal wäre, er hat einen Herzfehler und leidet unter dem Down-Syndrom: Der Kleine wird mit einer Behinderung zur Welt kommen.

Kaum zu glauben, doch das australische Paar will den behinderten Jungen nicht, sie wollen nur das gesunde Mädchen! Ihnen ist also egal, was die junge Leihmutter mit dem behinderten Baby macht. Da fehlen einem echt die Worte. Auch für Janbua ist das Ganze ein Schock.

Doch die junge Thailänderin trifft eine Entscheidung aus purer Liebe: "Ich habe mich dazu entschieden, ihn zu behalten." Sie gibt dem kleinen Kämpfer den Namen Gammy, er ist mittlerweile schon ein halbes Jahr alt. Und Janbua erzählt, dass sie ihn wie ihr eigenes Kind liebe.

Das Schlimme ist, weder das Paar, noch die Agentur haben sich seitdem bei Janbua gemeldet! "Warum soll er sitzengelassen werden und das andere Baby es einfacher als er haben?, fragt sie. Und das sehen auch die User im Netz so, sie reagieren sehr emotional auf diese Geschichte. Auf der Website www.gofundme.com haben die Nutzer umgerechnet bereits mehr als 75.000 Euro für Janbua und ihre kleine Familie gesammelt. Das ist natürlich eine riesige Hilfe für Pattharamon Janbua. Leider macht es die unmenschliche Entscheidung des australischen Paares auch nicht besser.

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