An Erics Jahr war wirklich nichts "großartig"

Eric Meyer: Facebook entschuldigt sich für geschmacklosen Jahresrückblick

29.12.2014 > 00:00

© Facebook / Eric Meyer

Für Eric Meyer war das Jahr 2014 ein ganz und gar schreckliches Jahr. In diesem Jahr verlor er seine kleine Tochter. Ein bitterer Schicksalsschlag, an den er sicher nicht gerne unmittelbar immer wieder erinnert werden möchte.

Doch genau das war für ihn bei dem von Facebook angebotenen Jahresrückblick der Fall. Der automatisch aus Posts und Bildern generierte Rückblick erschien zudem immer wieder ganz oben in der Timeline, sodass man ihn, wenn man denn möchte, auch öffentlich teilen kann.

Dass Eric Meyers Jahr aber so absolut gar nicht "großartig" war, wie der Rückblick mit feiernden Figürchen ankündigt, ist die eine Sache. Doch der absolute Tiefschlag war, dass als Titelbild ein von ihm gepostetes Bild seiner Tochter generiert wurde.

In einem Blog-Eintrag kritisiert er bitter: "Das ist eine Funktion für den idealen Nutzer, den fröhlichen, optimistischen Nutzer mit einem guten Leben. Andere Nutzerszenarien werden nicht berücksichtigt."

Auch wenn er nicht anklagt, macht er klar, dass ihn dieser unglückliche "grausame Algorithmus" schwer getroffen hat. "Es wäre falsch, wenn das eine echte Person getan hätte. Aber von einem automatisierten Code ist das nur sehr unglücklich."

Wie die "Washington Post" berichtet, hat sich nun Facebook-Sprecher Jonathan Gheller offiziell für diesen furchtbaren Faux-Pas entschuldigt: "Die Funktion war toll für eine Menge Menschen, aber in diesem Fall verursachte sie nur Trauer. Das sollten wir künftig besser machen. Ich bin dankbar dafür, dass er sich die Zeit nahm und diesen Blog schrieb."

Die Entschuldigung nahm Meyers dankend an und entschuldigte sich selbst auch: "Es tut mir sehr leid, dass ich das Internet ausgerechnet an Weihnachten auf euch losgelassen habe. Das habt ihr nicht verdient."

TAGS:
Lieblinge der Redaktion