Die Akteurinnen auf einem Boot in den Regenwald

Fuck for Forest: Pornographie soll den Regenwald retten!

13.06.2013 > 00:00

© Screenshot / Youtube

Pornos für die Welt! Oder an dieser Stelle besser gesagt für den Wald!

Ja, das ist wohl unbestritten das merkwürdigste Projekt von dem man seit langer Zeit gehört hat.

Vögeln für die Vögel im Regenwald...

Aber alles der Reihe nach. Ein paar Berliner "arbeiten" schon seit 2004 an diesem Projekt, was sich "Fuck for Forest" nennt. Die Mitglieder dieser Gruppe lassen sich beim Geschlechtsverkehr filmen, stellen die verwackelten Pornos ins Internet auf fuckforforest.com und kassieren zwölf Euro für jeden heruntergeladenen Film.

Wer denkt, dass hier Monogamie stattfindet, der täuscht sich gewaltig. Wie in vergangenen Jahrzehnten machen es alle durcheinander, natürlich nur für die Klicks und an erster Stelle für den Regenwald.

Die Berliner WG äußert sich auf ihrer Homepage folgendermaßen zu ihren Aktionen:

"Wir haben Diese Seite ins Leben gerufen um Aufmerksamkeit auf die Zerstörung der Natur durch den Menschen zu lenken und sie beinhaltet Aufnahmen natürlicher Nacktheit, inklusive graphischer sexueller und erotischer Bilder und sexuell-expliziter Sprache (...hmm). Sie enthält ebenfalls schockierende Informationen darüber, wie Menschen die Natur ausbeuten..."

Wer jetzt glaubt, dass das Ganze ein Gag sein soll, der steht nicht alleine da. Der Tagesspiegel dachte auch erst, dass ihn jemand auf den Arm nehmen will:

"Man könnte das alles für einen Bluff halten. Für einen Streich, um Medien und Zuschauer zu veräppeln, eine Mischung aus Borat und Banksy-Film. Aber wenn, dann ist es ein sehr, sehr langfristig geplanter Streich."

Doch nun haben die Hippies nicht nur den Weg von Berlin in den Amazons gefunden, sondern auch auf die Kinoleinwände unseres Landes. Der polnische Regisseur Michal Marczak begleitete die Truppe auf ihrer Reise.

Das ist kein Scherz!

"Fuck for Forest", eine Mischung aud Schmuddel-Film und Naturfilm, kürzer vielleicht eher eine Naturkatastrophe (?) hat es bis zu einem Kinofilm gebracht!

Aber egal wie man zu diesem Film und dem gesamten Projekt der Gruppe steht, eins muss man ihnen lassen: Sie haben es geschafft Naturschutz und Spaß in einem Projekt zu vereinen - im wahrsten Sinne des Wortes...

Danny, Tommy, Leona und ihre Freunde sollen schon 400.000 Euro mit den privaten Filmchen eingenommen haben und der Kinofilm wird hoffentlich noch mehr in die Kassen spülen.

Von dem Gewinn möchten die Nackedeis übrigens ein Stück Land im Amazonas kaufen, um den Ureinwohnern einen konstanten Lebensraum zu sichern.

Pimpern fürs Paradies, sozusagen...

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