Gitarren-Legende Les Paul mit 94 gestorben

Gitarren-Legende Les Paul mit 94 gestorben

13.08.2009 > 00:00

Les Paul ist im Alter von 94 Jahren nach einem Kampf gegen Lungenentzündung gestorben. Der berühmte Gitarrist und Erfinder verstarb gestern im White Plains Hospital in New York, seine Familie und Freunde waren bei ihm. Paul, der eigentlich Lester William Polfuss hieß, wurde in den Dreißigerjahren als Jazz-Gitarrist berühmt. Nachdem er kurze Zeit beim Les Paul Trio gespielt hatte, zog er nach Hollywood, wo er seinen großen Durchbruch landete, als er neben Nat King Cole als kurzfristiger Ersatz für Oscar Moore spielte. Die 1944er Performance beim Jazz At The Philharmonic-Konzert in Los Angeles führte dazu, dass Paul in Bing Crosbys Radiosendung auftrat - eine Partnerschaft, die später zu einer Reihe von Hitsongs führte, darunter der 1945er Track "It's Been A Long, Long Time". Paul feierte auch einige Charterfolge mit seiner Ehefrau Mary Ford, mit der er 13 Jahre lang bis 1962 verheiratet war, zum Beispiel "How High The Moon", "Nola" und "Vaya Con Dios". Am besten bekannt ist Paul aber vielleicht als Pionier bei der Entwicklung der E-Gitarre - er baute 1939 The Log, eine der ersten Festkörper-Gitarren. Anfang der Fünfzigerjahre zog er einen Deal mit der Gibson Guitar Corporation an Land, das Les Paul-Modell zu schaffen, das seitdem das typische Instrument für Künstler wie Jimmy Page, Pete Townshend von The Who und dem Jazz-Star Al DiMeola geworden ist. Im Laufe seiner langen Karriere erhielt Paul viele Auszeichnungen, darunter den Grammy Trustees Award im Jahr 1983 in Anerkennung seiner lebenslangen Errungenschaften. 1978 wurde er mit Ford in die Grammy Hall Of Fame aufgenommen, 1988 in die Rock And Roll Hall Of Fame. © WENN

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