Die Sendung propagiere ein ungesundes Körperbild. Das sagt ProSieben dazu

GNTM-Studie: Sendung verstärkt Magersucht

24.04.2015 > 00:00

© Prosieben

Es war schon immer der größte Kritikpunkt an GNTM: die dort propagierte Model-Figur. Zu der gibt es nun eine wissenschaftliche Studie und die beweist genau das, was Gegner von "Germany's Next Topmodel" schon lange kritisieren.

Die Sendung kann Essstörungen verstärken und zum Vorschein kommen lassen, wie das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen IZI und der Bundesfachverband Essstörungen herausgefunden haben. Sie haben Patienten befragt, die wegen Magersucht und Bulimie in ärztlicher Behandlung sind.

Von den 241 Befragten gab fast ein Drittel an, dass GNTM entscheidend für die Krankheitsentwicklung gewesen sei. Ein weiteres Drittel erklärte, dass die Casting-Show zumindest einen "leichten Einfluss" gehabt habe. 85 Prozent aber stimmten der Aussage zu, dass das Format Essstörungen verstärken kann und die Kandidatinnen mit ihren dürren Körpern schnell zu Vorbildern werden.

ProSieben möchte davon nichts wissen und wies die Ergebnisse bereits entschieden zurück. Krankhafter Schlankheitswahn habe nichts mit GNTM zu tun. Dort gehe es nicht darum, dass die Mädchen "Size Zero" haben sollen. Im Gegenteil: Es werde gezeigt, wie man seinen Körper gesund halte, so Christoph Körfer: "Bei ,Germany's Next Topmodel' ist gesunde und nachhaltige Ernährung ein wichtiges Thema."

Heidi Klum selbst scheint die personifizierte Farce zu dieser Diskussion zu sein. Das sehr dünne Model postet regelmäßig Fotos von Fast Food, das sie angeblich esse.

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