Tina Fey und amy Poehler feuerten schon bei der Eröffnungsrede scharf

Golden Globes: Das sind die Gewinner der Vor-Oscars

12.01.2015 > 00:00

© getty

Wie jedes Jahr läuten die "Golden Globes" den Marathon der Awardverleihungen in Hollywood ein. Die Ergebnisse dieser Verleihung werden meist als Omen für die Oscars gewertet. Wer bei den Globes abräumt, hat auch gut Chancen, einige Wochen später einen Oscar mit nach Hause zu nehmen.

Zu einem ganz klaren Favoriten wurde gestern der Film "Boyhood". Das experimentelle Drama gewann den Preis für das beste Drama, Richard Linklater bekam dafür den Preis für die beste Regie und Patricia Arquette gewann den Preis für die beste weibliche Nebenrolle.

Der Film wurde über einen Zeitraum von 12 Jahren gedreht, damit das Altern der Charaktere absolut realistisch gezeigt werden kann. Zum Teil schrieben auch die Schauspieler selbst ihre Dialoge im Rahmen der Vorgaben des Regisseurs.

Als beste Schauspieler im Drama konnte sich Eddie Redmayne behaupten, der in "Die Entdeckung der Unendlichkeit" den gelähmten Physiker Stephen Hawkings spielt.

Wenig überraschend setzte sich bei den Frauen Julianne Moore durch und Jennifer Aniston ging doch wieder mit leeren Händen nach Hause.

George Clooney wurde, auch wenn es etwas merkwürdig klingt, für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Er nahm den Preis, der seinen Weg meist in die Hände deutlich älterer Herrschaften wandert dennoch stolz entgegen.

Zwischen all diesen amerikanischen Hollywoodstars mischte sich zumindest auch noch Conchita Wurst, die in dem doch noch eher prüderen und konservativen Amerika für einige Aufregung sorgte. Davon lässt sich die bärtige Dragqueen nicht irritieren und genießt den Starrummel: "Ich war noch niemals zuvor in Amerika. Für mich ist das die Erfüllung eines Märchens. Ich bin total begeistert."

Ähnlich kontrovers wie der Auftritt des berühmtesten österreichischen Vollbarts waren die Seitenhiebe von Tina Fey und Amy Poehler. Neben den üblichen Sticheleien gegen Preisträger und Gäste nahmen die beiden Moderatorinnen auch Bill Cosby ins Visier. Sie machten "Witze" über die Vergewaltigungsvorwürfe und darüber, dass er häufiger seinen vermeintlichen Opfern Drogen in den Drink gemischt haben soll.

Hier noch einmal alle Gewinner des Abends:

Bestes Filmdrama: "Boyhood"

Beste Schauspielerin, Drama : Julianne Moore ("Still Alice")

Bester Schauspieler, Drama: Eddie Redmayne ("The Theory of Everything")

Beste Komödie: "Grand Budapest Hotel"

Beste Schauspielerin, Komödie oder Musical : Amy Adams ("Big Eyes")

Bester Schauspieler, Komödie Musical: Michael Keaton ("Birdman")

Bester Nebendarsteller: J.K. Simmons ("Whiplash")

Beste Nebendarstellerin: Patricia Arquette ("Boyhood")

Beste Regie: Richard Linklater ("Boyhood")

Bestes Drehbuch: Alejandro Gonzalez Inarritu, Nicolas Giacobone, Alexander Dinelaris, Armando Bo ("Birdman")

Beste Filmmusik: Johann Johannsson ("The Theory of Everything")

Bester Filmsong: "Glory" (von John Legend, Common, aus "Selma")

Bester fremdsprachiger Film: "Leviathan"

Bester Animationsfilm: "How to Train Your Dragon 2"

Beste Drama-Serie: "The Affair"

Beste Comedy-Serie: "Transparent"

Bester Drama-Schauspieler: Kevin Spacey ("House of Cards")

Beste Drama-Schauspielerin: Ruth Wilson ("The Affair")

Bester Comedy-Schauspieler: Jeffrey Tambor ("Transparent")

Beste Comedy-Schauspielerin: Gina Rodriguez ("Jane the Virgin")

Bester TV-Film oder Miniserie: "Fargo"

Bester Schauspieler TV-Film, Mini-Serie: Billy Bob Thornton ("Fargo")

Beste Schauspielerin TV-Film, Mini-Serie: Maggie Gyllenhaal ("The Honorable Woman")

Beste männliche Nebenrolle: Matt Bomer ("The Normal Heart")

Beste weibliche Nebenrolle: Joanne Froggatt ("Downton Abbey")

TAGS:
Lieblinge der Redaktion