Sandra Bullock und George Clooney im Weltall.

Gravity: Die "schwersten" Film-Fehler des KINO-Hits!

11.10.2013 > 00:00

© Warner Bros. Entertainment Inc.

Selten gab es einen Film, bei dem sich die Zuschauer so einig waren. "Gravity" ist auf Platz eins der Kinocharts und die, die den Film gesehen haben, sind begeistert von dem Weltraum-Drama.

Darin kämpfen Sandra Bullock und George Clooney ums Überleben im All. Sandra Bullock spielt eine Medizintechnikerin, George Clooney einen Astronauten. Die meisten Szenen des Filmes sind digital erstellt worden, in die die Gesichter von George Clooney und Sandra Bullock eingefügt wurden.

Während die "normalen" Zuschauer bei "Gravity" gefesselt sind von den spektakulären Bildern und der atemberaubenden Geschichte in der Schwerelosigkeit, erkennen vor allem Physiker die vielen Film-Fehler.

Der Astrophysiker Neil deGrasse Tyson hat sich daran gemacht, alle zusammenzutragen. Er war unter anderem Professor an der Princeton University, hat beim Naturhistorischen Museum in New York gearbeitet. Neil deGrasse Tyson hat die Diskussion angestoßen, nach der Pluto der Status als Planet aberkannt wurde und wurde Buchautor und TV-Moderator.

Neil deGrasse Tyson hat sich "Gravity" ganz genau angesehen und einige der Fehler, die er gefunden hat, auf Twitter veröffentlicht.

Der Physiker fragt sich unter anderem, warum Sandra Bullocks Haare nicht herumfliegen. Stattdessen liegen sie perfekt gestylt flach an ihrem Kopf an, während abgesehen davon die Schwerelosigkeit perfekt inszeniert sei.

So gut wie alle Satelliten kreisen von West nach Ost um die Erde, die Trümmerteile aber fliegen in die entgegengesetzte Richtung, bemerkte Neil deGrasse Tyson.

Außerdem fand er es merkwürdig, dass sich Hubble, ISS und eine chinesische Raumstation auf der gleichen Höhe befinden.

Die Satellitenkommunikation wurde auf einer Höhe von 230 Meilen gestört, hat Neil deGrasse Tyson gut aufgepasst. Er meint aber, dass Kommunikationssatelliten eigentlich um 100 Mal höher fliegen.

Und ebenfalls zu bemängeln hat der Physiker die Szene, bei der Sandra Bullock und George Clooney auseinander driften. Ein kleiner Ruck hätte gereicht, um wieder zusammenzukommen.

Einen Fehler hat Neil deGrasse Tyson noch gefunden, der auch Zuschauern aufgefallen sein könnte, die nicht gerade einen Uni-Abschluss in Astrophysik haben: Warum muss Astronaut George Clooney der Ärztin Sandra Bullock erklären, was medizinisch bei einem Sauerstoffmangel passiert?

"Gravity" ist einfach das, was es ist: Fiktion. Dabei muss nicht alles stimmen, und trotzdem ist der Film Ganz Großes Kino.

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