Im Leben des Spaßmachers war längst nicht alles spaßig

Hape Kerkeling spricht zum ersten Mal über den Selbstmord seiner Mutter

01.10.2014 > 00:00

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Er ist ein Mann, den man sich nur schwer traurig oder schlecht gelaunt vorstellen kann. Wo auch immer er in den letzten 30 Jahren auftauchte, wurde gelacht.

Kaum bekannt ist dagegen die Tatsache, dass Hape Kerkeling als Kind einen Schicksalschlag erlitt, der einem Kind für lange Zeit das eigene Lachen verlieren lässt.

Im zarten Alter von acht Jahren musste er miterleben, wie seine Mutter sich das Leben nahm.

Erst 40 Jahre später spricht er erstmals öffentlich über den schweren und frühen Verlust. Im Interview mit dem Stern erklärt er, dass seine Mutter ein Jahr vor ihrem Suizid "bei einer Operation ihren Geschmacks-- und Geruchssinn verloren" hatte.

"Das hat meine Mutter ihrem Ende förmlich entgegengetrieben. Sie war schwer depressiv, und das Leben wurde im wahrsten Sinne des Wortes sinnlos für sie. Es hat dann knapp ein Jahr gedauert, bis sie sich dazu entschlossen hat, sich das Leben zu nehmen", berichtet er von dem dunklen Kapitel seiner Biografie.

Sie nahm eine Überdosis Schlaftabletten. Hapes Vater war bei der Arbeit und Hape mit im Bett bei seiner Mutter, als es passierte. Noch heute sagt er: "Es war das Schrecklichste, was mir in meinem Leben bis dato widerfahren ist. Das war traumatisch."

Dennoch hat er Verständnis: "Im Rückblick kann ich das heute nachvollziehen und sogar verstehen.

Mehr zu seiner Kindheit und dem traumatischen Einschnitt in sein junges Leben gibt es in seinem neuen Buch "Der Junge muss an die frische Luft". Die Autobiografie erscheint am 6.Oktober.

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