Der kleine Prinz George hat eine lange Ahnenreihe

Herzogin Kate: Was der Name des Royal Babys bedeutet

26.07.2013 > 00:00

Na, das kann ja heiter werden...

Eigentlich ist es ja eine schöne Idee von Herzogin Catherine (31) und Prinz William (31) gewesen: Mit dem Vornamen George haben sie ihrem Baby einen Namen mit langer royaler Tradition gegeben. Immerhin gab es bereits sechs englische Könige, die ebendiesen Namen trugen. Nur: Besonders glorreiche Herrscher waren die meisten von ihnen eher nicht...

George I. kam 1714 an die Macht. Kleiner Haken jedoch: Als in Hannover geborener Herzog zu Braunschweig sprach er dummerweise kein Englisch. Er bevorzugte es, sich auf Deutsch oder Französisch zu verständigen. Seinem Volk brachte ihm das jedoch nicht unbedingt näher.

George II., der ab 1727 regierte, war für seine cholerischen Anfälle berüchtigt und beschimpfte seinen Vater oft wüst in der Öffentlichkeit. Nachdem er wegen seiner Ausraster aus der königlichen Residenz verbannt wurde, versuchte der damals noch zukünftige König alles, um seinen Vater vom Thron zu stürzen.

George III., von 1760 bis 1801, hat wohl die kurioseste Lebensgeschichte der britischen Monarchen: Er litt an einer schweren Form der Geisteskrankheit, redete oft stundenlang ohne Punkt und Komma, bis ihm Schaum vor den Mund trat. Der Legende nach soll er einen Baum für den König von Preußen gehalten haben und wollte ihm die Hand (einen Ast) schütteln.

George IV. saß von 1820 bis 1830 auf dem Thron. Er galt schon als Teenager als Rebell und verkehrte in Kreisen, die mit seinen Eltern verfeindet waren. Er führte einen aufwendigen Lebensstil und sorgte für großes Aufsehen, weil er sich von seiner Ehefrau scheiden lassen wollte - damals ein Skandal! Überdies galt er als spielsüchtig und wurde wegen seines Gewichts von 111 Kilo oft verspottet.

George V., König von 1910 bis 1936, war nur mäßig gebildet, galt als fantasielos und soll nur selten ein Buch zur Hand genommen haben. Als leidenschaftlicher Briefmarkensammler und Segler hat er seinen Hobbies oft mehr Beachtung geschenkt als den Regierungsgeschäften.

George VI. war zwar schwerer Stotterer und rückte 1936 nur deshalb als Thronfolger nach, weil sein älterer Bruder Eduard freiwillig abgedankte. Er erwies sich jedoch als fähiger Monarch und galt als wichtiger Rückhalt für England während des Zweiten Weltkriegs.

Es wird also spannend zu sehen, wie sich George VII. machen wird, wenn er eines Tages den Thron besteigt. Aber bis dahin hat der kleine Prinz ja noch eine ganze Menge Zeit...

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