Die erste Ehekrise bahnt sich bereits in den Flitterwochen an

Hochzeit auf den ersten Blick: Es kriselt schon in den Flitterwochen

25.11.2014 > 00:00

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Das nächste Paar hat sich in dem Format "Hochzeit auf den ersten Blick" in Sat. 1 getraut! Jana und Rico haben sich das standesamtliche Ja-Wort gegeben. Danach ging es aber erst mal auf Abstand. Der Industriekletterer schien optisch nicht ihrem Typ zu entsprechen, wie sie ihm nach der Zeremonie gestand. Was für eine Abfuhr!

Auch Dennis und Tatjana gingen den Bund der Ehe ein. Der erste Eindruck ist dabei natürlich entscheidend. Schließlich basiert die "Liebe" ja nur auf Gemeinsamkeiten bei einem Test durch Experten.

Ob das gut gehen kann? Bei dem ersten frisch vermählten Paar gibt es bereits eine Krise in den Flitterwochen. Nicht nur das regnerische Wetter auf Island drückte auf die Gemüter, auch die schlechte Laune führte zu unromantischer Stimmung.

Der Grund dafür: Bea kam mit der plötzlichen Nähe zu ihrem unvertrauten Ehemann nicht klar. "Was mir schwer fällt, ist die abrupte Nähe einer Partnerschaft", gibt die 32-Jährige in der zweiten Folge zu. Auf das Küssen und Händchenhalten war sie nicht besonders scharf. Doch über Gefühle reden fällt wohl beiden schwer. Auch Tim ist von Sorgen geplagt - ihm macht die Familienplanung zu schaffen, denn so bald will er keine Kinder haben...

Wie es in der dritten Ausgabe der Sendung weitergeht, erfahren wir dann am Sonntag... Die Show scheint bei den Zuschauern offenbar sehr gut anzukommen. Es scheint als übe diese neue Form der Eheschließung große Faszination auf das Publikum aus. Insgesamt waren 2,37 Millionen Zuschauer dabei um die Blind-Hochzeit mitzuerleben.

Doch das Format stößt auch auf kritische Stimmen - Kardinal Woelki (58) findet Hochzeit auf den ersten Blick einfach nur "abstoßend". "Diese neue Kuppel-Show im Privat-Fernsehen, bei der wildfremde Menschen vor der Kamera spontan und standesamtlich heiraten, pervertiert die Ehe ja pervertiert die Liebe", sagte Woelki im Domradio. "Das finde ich unmöglich, abstoßend und geschmacklos."

Sat.1 verteidigt das Format: "Unsere TV-Sendung stellt ein völlig neues Sozialexperiment da", sagt Sat.1-Theologe Martin Dreyer. "Es will herausfordern, über die Liebe noch einmal ganz neu nachzudenken. Und dass es Spaß macht, dieses Experiment anzuschauen, da wird Gott garantiert nichts dagegen haben."

Ob die neugeschlossenen Ehen wohl dauerhaft halten werden?

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