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Homeland kassiert 1 Million Euro aus der deutschen Filmförderung

03.06.2015 > 00:00

© GettyImages

Man sollte meinen, bei einer der erfolgreichsten US-Serien der Welt steckt genug Geld hinter, um eigenständig eine Staffel produzieren zu können.

Trotzdem gibt es für die Produktion der fünften Staffel von "Homeland" noch einmal ein kleines Taschengeld von 1 Million Euro aus der deutschen Filmförderung oben drauf.

Die Staffel soll zu großen Teilen in Berlin gedreht werden. Natürlich war da die Freude erstmal groß. Doch über den Preis, den man dafür offenbar bereitwillig zahlte rümpfen viele deutsche Filmfans die Nase.

1 Million Euro, die in diesem Jahr weniger in nationale Produktionen und Nachwuchsförderungen fließen kann und stattdessen amerikanische Prestige-Produktionen unterstützen. Unterm Strich sind es eben auch Steuergelder, die hier zum Einsatz kommen. Zwar ist diese Förderung eher als ein Darlehen zu verstehen, aber dennoch ist die Aufregung groß.

"Als hätten die es nötig! Irgendwie schade. Und bei uns gibt's dafür die nächsten Jahre 'Berlin - Tag & Nacht'. Danke dafür!", echauffiert sich jemand im Netz.

"Hätte es nicht auch ein Präsentkorb getan?" stichelt ein anderer.

Mit derartigen Fördersummen wird für den Standort Deutschland in internationalen Filmproduktionen geworben. Leider, so erklärt der deutsche Produzent Nico Hoffmann im "Tagesspiegel", würden solche Gelder eine immer wichtigere Rolle spielen bei der Auswahl des Drehorts.

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