Endlich Gerechtigkeit - Wenigstens bekommt Collins eine halbe Million Euro für jedes Jahr, dass er zu unrecht im Gefängnis verbrachte

Jabbar Collins erkämpft sich Freiheit nach 15 Jahren falscher Verurteilung

21.08.2014 > 00:00

Zwanzig Jahre lang arbeitete Jabbar Collins an dem Happy End einer tragischen Geschichte. Im Jahr 1994 wurde dem damals 21-Jährigen New Yorker angelastet, einen Rabbi in Brooklyn getötet zu haben.

Der unschuldige junge Mann wurde aufgrund einiger Zeugenaussagen, die meinen, ihn vom Tatort flüchten gesehen zu haben, verurteilt. Doch Collins wollte sich weder seinem Schicksal fügen, noch wollte er seine Zukunft in die Hände eines Anwalts legen.

Im Gefängnis begann er ein Jurastudium und stieß auf immer mehr Ungereimtheiten in seinem Prozess. Er fand heraus, dass man besagten Zeugen nahelegte, gegen ihn auszusagen, um bei ihren eigenen Vergehen mildere Strafen zu erhalten. Er fand heraus, dass ein "Zeuge" noch vor dem Prozess seine Aussage zurückgezogen hatte.

All diese Informationen wurden ihm und seinen Anwälten im Prozess vorenthalten. Collins legte Beschwerde ein. Der Fall wurde neu aufgenommen und Collins kam nach 15 Jahren endlich frei und wurde für unschuldig erklärt.

Aber was ist mit diesen 15 Jahren seines Lebens? Die wird er nie wieder zurück bekommen. Collins sann auf Gerechtigkeit und Wiedergutmachung. Er verklagte die Stadt New York City. Nun endlich, nach fasst 20 Jahren Kampf, ist das endgültige Urteil gefallen. Er bekommt 10 Millionen Dollar (ca. 7,5 Millionen Euro) Entschuldigung.

"Es ist so schwer zu realisieren, dass der Kampf nun wirklich vorbei ist. Ich bin da nun fast 20 Jahre dran gewesen, seit ich 21 Jahre alt bin. Und die Realität hat für mich noch nicht eingesetzt. Wenn ich nur ein Wort hätte, das alles zu beschreiben, wäre es 'surreal'"

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