Joaquin Phoenix: Sterblichkeit treibt ihn an

Joaquin Phoenix: Sterblichkeit treibt ihn an

27.12.2012 > 00:00

Joaquin Phoenix lässt sich im Film "The Master" von einer sektenartigen Religion beeinflussen - im wahren Leben geht der Schauspieler seinen eigenen Weg. Der "Walk The Line"-Schauspieler empfindet Sterblichkeit - egal in welcher Form - als Triebkraft für den Menschen, wie er im Interview mit dem britischen "The Guardian" erklärt: "Ich glaube, es treibt jeden auf irgendeine Weise an. Sobald man älter wird, wird man sich auch immer mehr seiner Sterblichkeit bewusst. Es ist unterbewusst, es ist ja nicht so, als würde man morgens aufwachen und denken, 'fuck, ich sterbe, ich mache besser irgendetwas'", scherzt der 38-Jährige. "Ich glaube, von Anfang an sagen einem Leute, dass man auf etwas hinleben muss, dass man etwas mit seinem Leben gemacht haben muss, bis man 25 ist, ob man nun heiratet oder an die Uni geht", überlegt Phoenix. "Und ab einem bestimmten Punkt wird man einfach nur noch von seiner Sterblichkeit getrieben, aber das ist nur meine Theorie." Den richtigen Weg sucht der Schauspieler nicht, denn diesen empfindet Phoenix als rein subjektiv: "Ich glaube, der richtige Weg ist subjektiv. Ich glaube nicht direkt an Absolute. Es gibt einfach keinen verdammten richtigen Weg. Jeder braucht andere Dinge und hat andere Verlangen, will andere Sachen erkunden und verstehen." Für "The Master" wird Phoenix bereits als heißer Anwärter bei der Oscar-Verleihung angesehen. © WENN

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