Justin Bieber hat nur vier Freunde

Justin Bieber schockiert mit Anne-Frank-Gästebuch-Eintrag

15.04.2013 > 00:00

© WENN

Geschmacklos! Anders kann man die Aktion, die sich Justin Bieber (19) in Amsterdam leistete, nicht nennen.

Der 19-Jährige machte mit seiner Tour in der niederländischen Hauptstadt Halt. Vor seinem Konzert am Abend besuchte er das Anne Frank Haus, in dem sie sich mit ihrer Familie vor der Nazi-Verfolgung während des 2. Weltkrieges versteckte.

In diesem Haus schrieb sie auch ihr Tagebuch, in dem das Leben zwischen Angst und Alltag geschildert wird. Nach 2-jährigem Versteck wurde die Familie verraten und von den Nazis ins Konzentrationslager Bergen-Belsen deportiert.

Anne Frank starb dort 1945 an Typhus. Ihr Vater Otto Frank kehrte nach Ende des 2. Weltkrieges nach Amsterdam zurück und entdeckte ihr Tagebuch, welches 1947 veröffentlicht wurde und seitdem als beeindruckendes Zeitzeugnis gilt.

Nachdem Justin Bieber die Gedenkstätte eine Stunde lang besichtigt hatte, trug er sich in das Gästebuch ein.

"Wirklich inspirierend hier gewesen zu sein. Anne war ein großartiges Mädchen. Hoffentlich wäre sie auch ein Belieber gewesen", heißt es in dem Eintrag.

Als "Belieber" bezeichnen sich die Fans des Pop-Stars.

Seit das Museum den Eintrag Biebers auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte, hagelt es Kritik wegen der taktlosen Worte, die Justin Bieber wählte.

Viele beschrieben den Eintrag als "respektlos", "widerlich" und als "Schande für alle Kanadier".

Auch bei Twitter wurde der 19-Jährige kritisiert und als "Idiot" oder "Schwachkopf" beleidigt. Einige seiner Fans bezweifelten, dass der Sänger diesen schockierenden Eintrag wirklich geschrieben haben soll.

Das Pressebüro des Anne Frank Hauses bestätigte jedoch die Echtheit des Gästebuch-Eintrags.

Den Vorfall kommentierten sie mit: "Er ist 19, es ist ein seltsames Leben, das er lebt. Es war nicht sehr sensibel aber er meinte es nicht böse", heißt es in der Erklärung.

Viele Twitter-User sehen das offenkundig anders und fordern Bieber auf, einen Entzug zu machen.

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