Karlheinz Böhm soll seine Tochter missbraucht haben

Karlheinz Böhm: Hat er seine Tochter missbraucht?

28.12.2014 > 00:00

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Schwere Vorwürfe gegen den verstorbenen Schauspieler Karlheinz Böhm: In einem neuen Buch beschuldigt Tochter Sissy Böhm (59) ihren Vater, sie jahrelang sexuell missbraucht zu haben.

"Er küsste mich auf den Mund. Und er hat mich auch am Busen angefasst. Daran hat er herumgespielt und gesagt: 'Du wirst nie einen Busen haben, meine kleine Lolita'", so Böhm im Interview mit der "Bild am Sonntag".

"Als ich morgens unter der Dusche stand, kam Papi ins Badezimmer herein. ER war nackt, und schien überrascht, als er mich sah. Dann nahm er mich am Arm, zog mich zu sich heran und küsste mich. Ich stieß ihn von mir und stammelte: Wenn du mich nicht in Ruhe lässt, schrei ich. Darauf ließ er mich los, trat ein paar Schritte zurück und sagte: 'Wehe, du erzählst jemandem davon'", zitiert die "BamS" aus Böhms Buch "Schatten des Lichts".

Als Fünfjährige sei sie außerdem von ihrer Mutter Elisabeth Zoneva missbraucht worden, so Böhm. In ihrem Buch schreibt sie: "Plötzlich, mitten in der Nacht, stand sie vor meinem Bett und sagte: 'Ich muss dir jetzt mal erklären, wie eine Frau aussieht.'" Fortan habe sie sich nur noch vor ihrer Mutter gefürchtet: "Wenn ich nicht gemacht habe, was sie verlangte, habe ich Schläge gekriegt oder nichts zu essen."

Sissy Böhm behauptet darüber hinaus, ihre Mutter habe sie als Teenager zur Prostitution gezwungen, sie auf Partys angeblich fremden Männern zum Sex überlassen: "Meine Mutter nahm mich mit, und wenn einem danach gelüstete, ließ sie mich mit ihm allein, und er konnte seine sexuellen Fantasien an mir ausleben."

Weder Karlheinz Böhm noch Elisabeth Zoneva können sich zu den Vorwürfen ihrer Tochter äußern. Böhm starb im Mai diesen Jahres, Zoneva nahm sich bereits 2011 das Leben.

Karlheinz Böhm war durch seine Rolle als Kaiser Franz in der "Sissi"-Trilogie an der Seite von Romy Schneider berühmt geworden. In den 80ern gründete Böhm die Hilfsorganisation "Menschen für Menschen", sammelte Geld für notleidende Menschen in Äthiopien.

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