Kraftklub wollen den Echo nicht.

Kraftklub lehnen Echo-Nominierung ab

06.03.2013 > 00:00

© Universal/Tim Kloecker

Der Echo ist wohl einer der prestigeträchtigsten deutschen Musikpreise. Der Band "Kraftklub" kam nun die Ehre einer Nominierung in der Kategorie "Rock/Alternativ National" zuteil. Die Reaktion der Chemnitzer? Sie lehnten ab!

Der Grund für diesen überraschenden Schritt sei die Liste der weiteren Nominierten. Kraftklub äußert sich dazu selbst bei Facebook: "Wir haben unsere Plattenfirma gebeten, dafür zu sorgen, daß unsere Nominierung für den Echo in der Kategorie "Rock/Alternativ National" zurückgezogen wird. Wir möchten nicht weiter in einer solchen Reihe genannt werden."

Wen meinen die Musiker? Neben der Band sind in der selben Kategorie außerdem "Unheilig", die "Ärzte", "MIA" und "Frei.Wild" nominiert. Die Jungs erklärten auf Facebook weiterhin: "Obwohl wir uns gefreut haben zusammen mit Mia., Die Toten Hosen, Unheilig, und Die Ärzte nominiert gewesen zu sein. Schade um die schöne Aftershowparty..."

Damit dürfte klar sein: bei der Kontroversen handelt es sich um Frei.Wild.

Die Band wird als Nachfolger der "Böhsen Onkelz" gehandelt, die immer wieder mit der rechtsradikalen Szene in Verbindung gebracht wurde. Auch Frei.Wild soll in ähnlichen Kreisen ziemlich angesagt sein, Frontmann Philipp Burger selbst war sogar einige Zeit Mitglied einer rechten Partei.

Die Ablehnung der Nominierung: wohl ein klares Statement der Kraftklub-Jungs zum Thema Rechts.

Der prominente Seitenhieb gegen Frei.Wild ist nicht der erste. Auch Sängerin Jennifer Rostock distanzierte sich öffentlich von der Band, wolle bei ihren Konzerten keine Fan-Shirts von "Frei.Wild" sehen. Die Rockerin trat damals einen echten Shitstorm los.

Mal sehen, wie es dieses mal weitergeht.

Lieblinge der Redaktion