Lady Gaga setzt sich gegen Mobbing ein

Lady Gaga: Setzt sich aktiv gegen Mobbing ein

24.09.2011 > 00:00

© WENN

Vor wenigen Tagen nahm sich ein schwuler Teenager in New York das Leben. Immer wieder war er wegen seiner sexuellen Neigungen angefeindet worden. In seinen letzten Zeilen zitierte er sein Idol, die Sängerin Lady Gaga.

"Don't forget me when I come crying to heaven's door" (Vergesst mich nicht, wenn ich weinend an die Himmelstür komme).

Lady Gaga ruft nun für ein stärkeres Vorgehen gegen Mobbing auf und wendet sich direkt an US-Präsident Barack Obama.

Der 14-jährige Jamey Rodemeyer hat sich am 18. September 2011 in New York das Leben genommen. Jamie war schwul, wurde deshalb im sehr konservativen Amerika ständig schikaniert. Der Hass seines Umfelds trieb ihn schließlich in den Selbstmord.

Lady Gaga spendete ihm bis zu letzt Trost. Denn die Sängerin setzt sich schon lange für mehr Toleranz gegenüber Homosexuellen ein, kämpft für Gleichberechtigung. Über den Tod von Jamie ist Gaga erschüttert: "Die letzten Tage habe ich mit Überlegungen, Weinen und Schreien verbracht. Ich habe so viel Wut in mir. Es ist schwierig, Liebe zu empfinden, wenn Grausamkeit einem das Leben nimmt", schreibt Lady Gaga bei Twitter.

Sie geht sogar soweit, dass sie sich unbedingt mit US-Präsident Barack Obama treffen will, um mit ihm über eine Neuregelung bei solchen Fällen zu sprechen.

"Es ist ein Verbrechen aus Hass. Das muss aufhören. Unsere Generation hat die Macht, es zu beenden", twittert sie weiter.

Leider kommt für Jamie jede Hilfe zu spät. Niemand hat etwas gegen seine Verzweiflung unternommen. Er schrieb sogar in seinem Blog über die Schikanen. Und selbst da kommentierten einige Leser Beleidigungen: "Mir wäre es egal, wenn du stirbst. Uns allen wäre es egal. Tu es einfach", schreibt ein User.

Lady Gaga will sich weiter verstärkt gegen solche Mobbing-Attacken einsetzten. In den USA gibt es noch keine einheitliche Regelung dazu. Das will sie ändern.

Das beschäftigt Lady Gaga außerdem.

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